Staatssekretär Birk besucht Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) an der Universität Ulm

Anlässlich des von der Landesregierung am 1. Oktober ausgerufenen "Senioren-Aktionstages" besuchte Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Dietrich Birk das Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) an der Universität Ulm. Dabei betonte er die Notwendigkeit lebenslangen Lernens. Dem Modellprojekt 3-Generationen-Universität sagte er eine Förderung über 150.000 Euro zu.

01.10.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die Arbeit an der 1994 gegründeten Einrichtung bezeichnete der Staatssekretär als "vorbildlich für die wissenschaftliche Weiterbildung für Erwachsene, insbesondere für Menschen im dritten Lebensalter". Die Hauptaufgaben des ZAWiW liegen in der Entwicklung neuer curricularer und methodischer Konzepte in der Erwachsenenbildung und deren Erprobung in der praxisbegleitenden Forschung.

Birk betonte die Bedeutung des Erfahrungswissens älterer Menschen für die nachwachsenden Generationen. "Der Dialog zwischen der älteren und jüngeren Generation in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten gibt der modernen Wissensgesellschaft wichtige Impulse und ist auch im globalisierten Bildungsmarkt der Zukunft von großer Bedeutung."

Als besonders gutes Beispiel für diesen Dialog führte Staatssekretär Birk die vom ZAWiW initiierte "3-Generationen-Universität" an. In diesem Modellprojekt werden Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren mit altersgemäßen Methoden an Fragen der Natur- und Ingenieurwissenschaften herangeführt. Die Workshops werden dabei von Senioren, sog. Senior Consultants, veranstaltet, die von Wissenschaftlern und Lehramtsstudierenden unterstützt werden. "Diese Einbindung der Senior Consultants macht es möglich, junge Menschen bei ihrem entdeckenden und forschenden Lernen längerfristig zu begleiten und das Erfahrungswissen älterer Menschen zu nutzen", sagte der Staatssekretär. Das Wissenschaftsministerium hat der Universität die Unterstützung dieses Modellprojekts mit insgesamt bis zu 150.000 Euro, verteilt über einen Zeitraum von drei Jahren, zugesagt.

Ein weiterer fester Bestandteil des Programmangebots des ZAWiW sind die jeweils im Frühjahr und Herbst durchgeführten sogenannten Jahreszeitenakademien. In Form von Weiterbildungskompaktwochen für ältere Menschen werden Themen von zentraler gesellschaftlicher Relevanz aus verschiedenen Forschungsperspektiven behandelt. Hieran nehmen regelmäßig 750 bis 1.000 Interessierte aus dem Raum Ulm und ganz Baden-Württemberg teil.

"Auch die anderen baden-württembergischen Hochschulen bauen ihre Angebote für ältere Menschen immer stärker aus", sagte Birk. Zum Wintersemester 2006/07 seien an den Hochschulen des Landes rund 3.600 Gasthörer mit einem Durchschnittsalter von 61 Jahren eingeschrieben gewesen. Mit einem Anteil von über 80 Prozent studierten die meisten von ihnen an einer der neun Landesuniversitäten. Mehr als zwei Drittel besuchten ein Fach aus den Sprach- und Kulturwissenschaften, wobei sich insbesondere die Geschichte großer Beliebtheit erfreut.


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