Staatssekretär Kolling begrüßt Vorhaben des Bundes, Integrationsbetriebe für Menschen mit Behinderung auszubauen
Der saarländische Sozialstaatssekretär Stephan Kolling begrüßt die Ankündigung der großen Koalition auf Bundesebene, Integrationsbetriebe stärker zu fördern. "Dies ist ein wichtiger Schritt, Inklusion und Teilhabe am Arbeitsleben zu verbessern", so Kolling. "Integrationsbetriebe sind die Brücke in den regulären Arbeitsmarkt. Neben der guten Betreuung in den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen können gerade Integrationsbetriebe den Schritt in das Arbeitsleben erleichtern."
29.07.2015 Pressemeldung Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie SaarlandEin Integrationsunternehmen ist ein rechtlich und wirtschaftlich selbstständiger Betrieb mit mindestens 25 Prozent und höchstens 50 Prozent schwerbehinderten Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen, insbesondere schwerbehinderte Menschen mit einer geistigen oder psychischen Behinderung. Derzeit arbeiten bundesweit rund 10.000 Menschen in solchen Integrationsbetrieben. "Das können noch viel mehr werden, da ist deutlich Luft nach oben", so Kolling. Die saarländische Landesregierung fördert seit Jahren den Aufbau derartiger Integrationsbetriebe aus Mitteln der Ausgleichsabgabe. Danach gewährt das Integrationsamt beim Landesamt für Soziales Investitionskostenzuschüsse und zinslose Darlehen in Höhe von 20.000 Euro pro neugeschaffenem Vollzeit-Arbeitsplatz. Im Saarland gibt es derzeit 12 anerkannte Integrationsbetriebe mit insgesamt 97,5 Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen. Kolling abschließend: "Ein Wechsel in reguläre Arbeit gelingt besser aus einem Integrationsbetrieb heraus als beispielsweise aus einer Werkstatt. Die geplante Stärkung der Integrationsbetriebe könnte mehr Betroffenen eine Arbeit dicht am regulären Arbeitsmarkt ermöglichen. Die Bundesländerbegrüßen das Programm ausnahmslos und haben dem Bund bereits ihre Mithilfe bei der Erstellung entsprechender Förderrichtlinien signalisiert."
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