Stellvertretender Botschafter Israels Ilan Mor und Bildungsminister Henry Tesch konkretisieren Vereinbarung über gemeinsame Pädagogen-Fortbildung
Bei einem Besuch der Ausstellung über die 70-jährige Geschichte der Kinder- und Jugend-Aliyah "Rettet die Kinder" in Neustrelitz haben sich der stellvertretende Botschafter Israels Ilan Mor und Bildungsminister Henry Tesch darüber verständigt, wie die Pädagogen bei der Vermittlung der Geschichte der Juden vor, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus noch stärker unterstützt werden können.
17.04.2007 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernBeide waren sich einig, dass solche Ausstellungen wie diese über das Schicksal von Kindern und Jugendlichen, die von der Jugend-Aliyah gerettet wurden, einen sehr eindrucksvollen Einblick in die jüdische Geschichte geben.
Gemeinsam mit der Mitarbeiterin der Internationalen Schule für Holocaust-Studien in Yad Vashem und Kuratorin der Ausstellung Dr. Susanne Urban, die diese beeindruckende Fotoausstellung nach Neustrelitz in das Gymnasium Carolinum gebracht hat, wurde vereinbart, dass die Exposition im Anschluss im Schweriner Fridericianum ab Juni gezeigt wird.
"Es geht uns darum, die vielfältigen Aktivitäten zu dieser Thematik zu bündeln, um so für einen nachhaltigen Beitrag für alle Beteiligten zu sorgen und die Auseinandersetzung mit der Geschichte zu fördern."
Im Zusammenhang sprachen Bildungsminister Henry Tesch, der stellvertretende Botschafter Ilan Mor, der Vorsitzende der deutsch-israelische Gesellschaft Neubrandenburg Ralph-Jörn Kurschus und Vertreter von Schulen darüber, wie die Vereinbarung zwischen der Erinnerungs- und Forschungsstätte Yad Vashem und dem Bildungsministerium über die Pädagogen-Fortbildung weiter umgesetzt werden kann.
Sie einigten sich darauf, dass Neustrelitz dabei als Koordinierungsstelle für die Lehrerfortbildung sowie als Zentrum für deutsch-israelische Projekte gelten soll.
So ist vorgesehen, im Juni ein Vorbereitungsseminar von rund 25 Lehrerinnen und Lehrern sowie Multiplikatoren aus dem ganzen Land für eine im Juli stattfindende Studienreise nach Israel durchzuführen, um sich dort unmittelbar mit der jüdischen Geschichte und den deutsch-israelischen Beziehungen zu befassen.
Betreut werden die Pädagogen dabei von Mitarbeiter Yad Vashems in Jerusalem.
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