Unternehmen investieren mehr in Weiterbildung - gesetzliche Vorschriften wären kontraproduktiv

Unternehmen investieren trotz schwieriger konjunktureller Situation zunehmend in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Forderungen nach gesetzlichen oder tarifrechtlichen Regelungen sind daher ebenso überflüssig wie kontraproduktiv.

13.02.2006 Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Diesen Schluss zieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) aus der aktuellen Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zu Trends und Kosten der betrieblichen Weiterbildung. Danach ist die Wirtschaft mit 26,8 Mrd. Euro jährlich der Hauptfinanzier für Weiterbildung. 1.072 Euro wendet jedes Unternehmen im Schnitt pro Mitarbeiter auf. Dabei wird nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Zeit investiert: Im Schnitt nimmt jeder Beschäftigte an mehr als einer Weiterbildung pro Jahr teil. Insgesamt 84 % der Betriebe sind in der Weiterbildung aktiv.

Diese Daten belegen, dass ein freier Weiterbildungsmarkt Grundbedingung für die Ausweitung des betrieblichen Weiterbildungsengagements ist. Eine Verpflichtungen zur Weiterbildung dagegen würde die Bereitschaft der Unternehmen verringern. Das zeigt auch eine Umfrage des DIHK, nach der 49,1% der Betriebe, dann nur noch den gesetzlichen Mindestrahmen erfüllen und das weitere freiwillige Engagement einstellen würden.

Besonders positiv ist es aus Sicht des DIHK, dass die Unternehmen stärker als in der Vergangenheit auf die Partnerschaft der Beschäftigten zählen können: Sie sind häufiger als früher bereit, auch ihre Freizeit einzubringen. So speist sich bereits ein Viertel der Zeit für die betriebliche Weiterbildung aus Freizeit und Überstunden. Diese Entwicklung kann die Bereitschaft der Unternehmen mehr in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren weiter erhöhen, wie die DIHK-Umfrage ebenfalls gezeigt hat.

Ansprechpartner:

Jan Kuper
Telefon (030) 20308-2575


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden