Weiterbildungs- und Qualifizierungsinitiative stärkt berufliche Bildung in Hessen
"Mit der Gründung der IT-Akademie haben die Hessische Landesregierung und die Wirtschaft in Hessen frühzeitig auf den IT-Fachkräftemangel reagiert und durch eine gezielte Weiterbildungs- und Qualifizierungsinitiative bundesweit Maßstäbe gesetzt", erklärte Kultusministerin Karin Wolff heute anlässlich des fünfjährigen Bestehens der "IT-Akademie Hessen Berufliche Bildung – Dr.-Frank-Niethammer-Stiftung", deren Vorstandsvorsitzende sie ist. Seit 2002 qualifiziert die IT-Akademie Lehrkräfte beruflicher Schulen sowie Ausbilder in Betrieben im Bereich der Informations- und Kommunikationstechniken. Vorrangige Zielsetzung ist, durch die intensive Fortbildung von Lehrkräften und Ausbildern die Weiterentwicklung des beruflichen Schulwesens zu fördern und die Zusammenarbeit von Schule und Betrieb im dualen Ausbildungssystem zu stärken.
19.12.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenDer Grundstein für die IT-Akademie Hessen wurde im August 2000 mit einer gemeinsamen Gründungserklärung der Hessischen Landesregierung und der hessischen Wirtschaft gelegt. Um den Fortbestand und den Erfolg der Initiative langfristig zu sichern, wurde die IT-Akademie am 4. Dezember 2002 in eine Stiftung des öffentlichen Rechts umgewandelt. Wesentlicher Mitinitiator und Namensgeber der Stiftung war der frühere Präsident und Ehrenpräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main, Dr. Frank Niethammer. Er setzte sich für eine enge Zusammenarbeit von Schulen und Betrieben sowie für eine flexible, zeitgemäße Ausbildung ein.
"Durch den intensiven Kontakt zwischen Berufschulen und Unternehmen leistet die IT-Akademie einen wichtigen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Berufsbildung und damit zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Hessen", betonte Reiner Dickmann, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main und Mitglied des Stiftungsvorstands. Maßgeblichen Anteil am Erfolg der IT-Akademie hätten über 50 Partnerunternehmen, die im Rahmen eines "Public Private Partnership"-Modells Referenten, Software oder Seminarunterlagen größtenteils kostenfrei zur Verfügung stellten. Darüber hinaus unterstützten eine Reihe von Unternehmen die Stiftung auch finanziell.
Das praxisnahe Seminarprogramm der IT-Akademie orientiert sich an den aktuellen Erfordernissen der Informations- und Kommunikationstechnologien und wird an elf verschiedenen Standorten in Hessen angeboten. Schwerpunktthemen sind IT-Systeme, Anwendungssysteme, Elektrotechnik, Mechatronik, Druck- und Medientechnik, Prozessmanagement sowie Arbeitsmethoden. Alle Seminare sind beim hessischen Institut für Qualitätsentwicklung akkreditiert. Im Zeitraum von 2003 bis 2007 nahmen über 5.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer rund 480 Qualifizierungsveranstaltungen der IT-Akademie wahr.
Kultusministerin Karin Wolff und Reiner Dickmann dankten den Ausbildern und Lehrkräften ausdrücklich für ihr Engagement: "Sie tragen entscheidend dazu bei, dass die Ausbildung in den Berufsschulen und den Betrieben mit dem rasanten Tempo, mit dem sich die Informations- und Kommunikationstechniken weiterentwickeln, Schritt halten kann." Nach wie vor herrsche in Deutschland im Bereich der technischen Berufe ein Fachkräftemangel, der sich in den kommenden Jahren durch die demografische Entwicklung noch verstärke und dem gezielt entgegengewirkt werden müsse.
Angesichts des beschleunigten gesellschaftlichen Wandels gewinne darüber hinaus das Lernen in allen Lebensphasen für die Menschen immer mehr an Bedeutung, hob die Ministerin hervor. "Lebensbegleitendes Lernen ist ein wichtiges Zukunftsthema, dem auch die IT-Akademie Hessen mit ihrem Angebot Rechnung trägt. Sie ist zu einem festen Bestandteil der hessischen Weiterbildungslandschaft geworden und wird sich auch zukünftig erfolgreich neuen Herausforderungen stellen", so Karin Wolff abschließend.
Weitere Informationen im Internet unter www.ita.hessen.de.
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