DIHK

Zahl der Weiterbildungsprüfungen so hoch wie seit 16 Jahren nicht mehr

Über 70.000 Männer und Frauen haben 2009 eine Weiterbildungsprüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt - 10% mehr als noch 2008. Das ist der höchste Stand seit 1994. Mehr als zwei Drittel der Absolventen bestehen die anspruchsvollen Prüfungen. Sie sind dann FachwirtIn, Fachkaufleute, Industrie- oder FachmeisterInnen, bzw. BetriebswirtIn.

27.07.2010 Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Diese positive Entwicklung trotz Krise zeigt, dass viele Arbeitnehmer gerade in unsicheren Zeiten auf Weiterbildung setzen, um beruflich am Ball zu bleiben bzw. weiterzukommen. Die Novellierung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetztes (AFBG) bzw. Fortbildungs-BaföG) mit seinen verbesserten Förderbedingungen dürfte dazu beigetragen haben, dass sich mehr Interessenten zu den sehr zeitintensiven, in der Regel berufsbegleitenden Vorbereitungslehrgängen entschlossen haben.

In der Regel steigen rund 70 % der Absolventen beruflich auf oder vergrößern ihren Verantwortungsbereich. Damit erweist sich die berufliche Weiterbildung als leistungsfähige Alternative zum Studium. Das gilt vor allem für mittelständische Betriebe, die traditionell auf die bewährten Fachkräfte setzen.

Während Hochschulen eine Nachfrageschwäche bei den MINT-Fächern durchleben, wächst der Anteil der gewerblich-technischen Prüfungen wieder. Er liegt nun bei fast 25 Prozent. Das Ranking führen hier die Industriemeister Metall und Elektrotechnik an. Der Anteil des IT- und Medien-Bereichs bleibt trotz eines Anstiegs mit 3,1 Prozent aller Prüfungsteilnehmer weiterhin unbefriedigend. Die kaufmännischen Prüfungen sind im zweiten Jahr in Folge rückläufig, sie dominieren aber mit fast 63 Prozent aller Teilnehmer noch immer. Besonders gefragt waren 2009 in diesem Bereich wieder der Bilanzbuchhalter, der Handels- und der Bankfachwirt sowie der Betriebswirt.


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