170 junge Europäerinnen und Europäer diskutieren bei Kölner Jugendevent

Die deutsche EU-Präsidentschaft will die Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen stärker in politische Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse einbeziehen.

16.04.2007 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

In seiner heutigen Begrüßungsrede vor rund 260 europäischen Jugendlichen und jugendpolitischen Entscheidungsträgern würdigte Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die großen Chancen, die in einer besseren Beteiligung junger Menschen liegen: "Kinder und Jugendliche sind eigenständige Persönlichkeiten mit vielfältigen Fähigkeiten. Sie haben eigene Rechte und sind in vielerlei Hinsicht Expertinnen und Experten in eigener Sache. Die Zukunft unserer Gemeinschaft wird entscheidend davon abhängen, inwieweit es gelingt, die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen, insbesondere benachteiligter Jugendlicher, sicherzustellen. Wir brauchen daher eine neue Qualität in der europäischen Jugendpolitik. Jugendpolitik auf europäischer Ebene muss stärker sichtbar werden und Einfluss nehmen. Sie muss in Zusammenhang mit anderen Politikbereichen eine größere Rolle spielen und sich noch stärker als bisher einmischen, wenn auf europäischer Ebene jugendrelevante Entscheidungen getroffen werden. Wichtig ist dabei, Jugendliche direkt an zu sprechen und von Anfang an mit einzubeziehen." Besondere Relevanz misst der Staatssekretär insoweit der lokalen Ebene bei: "Die Bedeutung der lokalen Ebene kann nicht deutlich genug hervorgehoben werden, denn Lebensqualität, Integration und Teilhabe findet zuallererst vor Ort - in den Städten und Gemeinden und im konkreten Lebensumfeld junger Menschen - statt", so Hoofe.

Jugendliche Teilnehmer aus 33 Ländern - den EU-Mitgliedstaaten, den EFTA-Staaten, der Türkei und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien - haben in Köln einen Handlungsplan zum Thema "Gleiche Chancen und gesellschaftliche Partizipation" erarbeitet und diesen mit den 27 EU-Generaldirektoren für Jugendpolitik und der EU-Kommission diskutiert. Die Ergebnisse wurden dem Bundesfamilienministerium sowie der Generaldirektorin für Bildung und Kultur in der Europäischen Kommission, Odile Quintin, am Montag offiziell überreicht.

Im Aktionsplan festgelegte Forderungen, Wünsche und Ideen der Jugendlichen werden im Laufe des Tages auf der Internetseite des Bundesministeriums (www.bmfsfj.de) eingestellt.

Das Jugendevent wird halbjährlich ausgerichtet - jeweils in dem EU-Mitgliedsstaat, der die Ratspräsidentschaft innehat. Zu dem Jugendevent in Köln lädt im Namen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft das Bundesfamilienministerium ein.

Die "soziale und berufliche Integration junger Menschen" ist eine zentrale Zielvorgabe des Europäischen Paktes für die Jugend. Deutschland, Portugal und Slowenien haben hier den jugendpolitischen Schwerpunkt ihrer 18-monatigen Teampräsidentschaft gesetzt. Mit dem Jugendevent will die deutsche EU-Ratspräsidentschaft einen wesentlichen Beitrag zur Förderung des strukturierten Dialogs zwischen jungen Europäerinnen und Europäern und jugendpolitisch verantwortlichen Akteuren in Europa leisten.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie im Internet unter www.youth-event-germany.de.


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