Ausgrabung am "Heidenwall"

Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann hat am (heutigen) Montag die Grabung neben der Ikea-Baustelle besucht. Es handelt sich um die Reste einer Ringwallanlage von rund 40 m Durchmesser, die an der Hunte liegt.

18.06.2007 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

"Der 'Heidenwall' ist nicht nur für die Geschichte der Stadt Oldenburg, sondern auch für die Geschichte des Landes Niedersachsen von erheblicher Bedeutung, deshalb wollen wir die weiteren Grabungen mit 20.000 Euro fördern", erklärte Kulturminister Stratmann.

Es handelt sich um eine so genannte Notgrabung, da am Standort der Fundstelle das Gewerbegebiet erweitert wird. Zur Zeit ist der Grabungstechniker des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege (NLD) sowie eine vom Landesarchäologen engagierte Grabungsfirma mit Fachleuten tätig.

Bislang wurden Suchschnitte durch die sechs Meter breite Wallanlage (Holz-Erde-Konstruktion) gelegt. Über die Innenbebauung und die Toranlage liegen noch keine Erkenntnisse vor. Eine erste gefundene Scherbe stammt aus dem frühen Mittelalter (8-10. Jh.) Die in der Wallanlage gut erhaltenen Hölzer könnten die Grundlage für eine naturwissenschaftliche, exakte Datierung sein (Dendrochronologie). Außerdem erhoffen sich Archäologen und Stadthistoriker Aussagen über die Bauweise und Nutzung solcher Anlagen.

Die dabei entstehenden Kosten belaufen sich nach ersten Informationen auf insgesamt rund 60.000 Euro.

Minister Stratmann hatte heute gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg, Dr. Gerd Schwandner, dem Vorsitzenden des Bauausschusses der Stadt Oldenburg, Gerd Hochmann und Dr. Hans-Wilhelm Heine, Stellvertretender Referatsleiter beim NLD, die Grabungsstelle besichtigt.


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