Öffentliche Bibliotheken

Bald schon keine "Nur-Buch-Nutzer" mehr

Die 982 Öffentlichen Bibliotheken in Niedersachsen sind mit mehr als 9 Millionen Besuchern jährlich und rund 31 Millionen verliehenen Medien die am meisten genutzten Bildungs- und Kultureinrichtungen. Wie können sich die Bibliotheken mit Blick auf elektronische Mediennutzung, soziale Netzwerke und begrenzte finanzielle Möglichkeiten der kommunalen und kirchlichen Träger zukunftsfähig aufstellen? Das ist das Thema bei der heutigen Tagung der "Zukunft der Öffentlichen Bibliothek? Öffentliche Bibliothek der Zukunft!

12.06.2013 Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Zwischen politischer Aufgabenstellung und kommunaler Realität", die die Büchereizentrale Niedersachsen ausrichtet. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajiæ, hat das Forum in der Lüneburger Ritterakademie mit einem Grußwort eröffnet. Es wird vom Kulturministerium gefördert. Fachleute aus dem In- und Ausland, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Bibliotheken sowie Vertreter aus Kommunen und der Politik wollen miteinander ins Gespräch kommen.

"Bibliotheken dienen der Leseförderung, sie stärken die Medienkompetenz und bieten für Menschen mit niedrigem Einkommen einen in der Regel kostenfreien Zugang zu Informationen wie Zeitungen, Büchern und andere Medien. Durch kulturelle Angebote sind sie häufig auch ein wichtiger Ort der Begegnung. Jetzt gilt es Wege zu finden, wie sie ihre Rolle in der sich rasant wandelnden Mediengesellschaft finden", so Kulturministerin Heinen-Kljajiæ.

Denn die alltägliche Kommunikation über die Präsenz in sozialen Plattformen und -netzen sowie die damit meist verbundene Nutzung mobiler Endgeräte ist vor allem für kleinere Bibliotheken eine Herausforderung. Aus Sicht von Experten wird es den "Nur-Buchnutzer" künftig wohl nicht mehr geben. Es bleibt aber die Aufgabe der Öffentlichen Bibliotheken, Literatur und Lesen mit den jeweils aktuellen Mitteln und Methoden anzubieten und zu vermitteln.

Die Kulturministerin regte an, dass zudem Wege gefunden werden müssten, wie die Öffentlichen Bibliotheken auch die heute immer noch vergleichweise teuren eBooks bereitstellen können. Es sei wenig hilfreich, dass Verlage aufgrund ihrer Lizenzrechte den Bibliotheken bisher wenig entgegenkämen, sagte Heinen-Kljajić. Weitere Schwerpunkte der Vorträge und Diskussionen in der Ritterakademie sind unter anderem: Bibliotheken als Dienstleistungszentrum, Digitalisierung sowie die Frage, welche Rahmenbedingungen der Wandel der öffentlichen kommunalen Bibliotheken benötigt. Die Teilnehmer wollen auch erörtern, wie das große Potenzial der Einrichtungen für kommunale Sozial-, Bildungs- und Kulturarbeit noch besser genutzt werden kann.


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