Bayerische Unternehmen für Hochschulabsolventen top

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und -planung (IHF) zeigen auf einem gemeinsamen Kongress, welche Möglichkeiten es gibt, den Nachwuchs im Unternehmen frühzeitig zu sichern. "Bayerns Zukunft als führender Wirtschafts- und Industriestandort hängt vor allem davon ab, ob den bayerischen Unternehmen auch künftig genügend gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen werden", so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich des Kongresses "Aufbruch Bayern – Fachkräftemangel in Bayern".

02.12.2011 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Rund 200 Fachleute aus Unternehmen, Politik und Wissenschaft diskutierten bei dem Kongress unter anderem die Ergebnisse des Bayerischen Absolventenpanel 2010 des IHF, die während der Veranstaltung vorgestellt wurden. Befragt wurden rund 2.800 Hochschulabsolventinnen und -absolventen fünf Jahre nach Beendigung des Studiums. Der Fokus des Panels richtet sich vor allem darauf, wie sich die befragten Absolventen auf dem Arbeitsmarkt etabliert und wie sich ihre Karrieren in den ersten fünf Jahren entwickelt haben.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Den bayerischen Unternehmen gelingt es, Hochschulabsolventen im Land zu halten: 85 Prozent der Ingenieure, die in Bayern studiert haben, arbeiten fünf Jahre nach dem Studium noch in Bayern. Von den Ingenieuren, die aus anderen (Bundes-) Ländern nach Bayern gekommen sind, bleiben immerhin noch 55 Prozent in Bayern.
  • Kontakte im Studium bahnen den Weg ins Unternehmen: 27 Prozent der Ingenieure haben über Kontakte aus Erwerbstätigkeiten während des Studium und 10 Prozent über studentische Praktika ihre erste Stelle gefunden.
  • Bei Ingenieuren zeigt sich eine hohe Unternehmensbindung: Knapp 60 Prozent der Ingenieure bleiben ihrem Einstiegsunternehmen nach fünf Jahren treu. Kontakte aus dem Studium stärken die Unternehmensbindung: Von den Ingenieuren, die durch ein Praktikum ins Unternehmen kamen, sind nach 5 Jahren noch 72 Prozent beim ersten Arbeitgeber – verglichen mit 55 Prozent derjenigen, die über Stellenausschreibungen ins Unternehmen kamen.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: "Die Ergebnisse des Bayerischen Absolventenpanels 2010 bestätigen, dass bayerische Unternehmen für Berufseinsteiger attraktive Bedingungen schaffen und daher bei Hochschulabsolventen hoch im Kurs stehen. Das geht auch aus unserer vbw Studie "Arbeitslandschaft 2030" hervor: 75 Prozent der bayerischen Hochschulabsolventen nehmen nach ihrem Studium eine Erwerbstätigkeit im Freistaat auf. Das Panel belegt zudem, dass die Strategie bayerischer Unternehmen in hohem Maße in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren, erfolgreich ist. 60 Prozent der Ingenieure bleiben mehr als fünf Jahre bei ihrem ersten Arbeitgeber. Der Berufseinstieg von Hochschulabsolventen erfolgt häufig über eine Erwerbstätigkeit oder Praktika bereits während des Studiums. Deshalb fordern wir einen verstärkten Ausbau von Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen."

Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch betont: "Die Untersuchungen des Bayerischen Absolventenpanels belegen eindrucksvoll: Die ganz überwältigende Mehrheit unserer Hochschulabsolventinnen und -absolventen bewährt sich hervorragend auf dem Arbeitsmarkt. Der arbeitslose Akademiker ist die große Ausnahme. Gerade angesichts des Fachkräftemangels können wir es uns auch gar nicht leisten, auf die Potenziale leistungsbereiter Menschen zu verzichten. Die Hochschulen müssen offen stehen für die Menschen, die sich durch ein Studium neue berufliche Perspektiven schaffen wollen. Davon profitieren auch die Unternehmen. Deswegen haben wir die Hochschulen weit geöffnet für beruflich Qualifizierte. Die große Herausforderung ist es nun, passgenaue Angebote für diese neue Zielgruppe an den Hochschulen zu schaffen."


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