Bildungsbranche trifft sich geschlossen auf der didacta 2013 in Köln
Als weltweit größte und Deutschlands wichtigste Bildungsmesse bietet die didacta den perfekten Überblick über Angebot, Trends und aktuelle Themen in den Bereichen Kindertagestätten, Schule/Hochschule, Ausbildung/Qualifikation, Weiterbildung/Beratung und Bildung & Technologie. Alle namhaften Verlage, führende Soft- und Hardware-Unternehmen, Medienproduzenten, Bildungseinrichtungen und Verbände, Einrichtungs- und Ausstattungsunternehmen sind auf der didacta 2013 vertreten. Insgesamt präsentieren sich 843 Anbieter, davon 46 zusätzlich vertretene Unternehmen, vom 19. bis 23. Februar 2013 auf der Bildungsmesse in Köln. Damit konnte die Zahl der Aussteller gegenüber der Veranstaltung 2012 in Hannover deutlich gesteigert werden. Die Veranstalter erwarten rund 100.000 Besucher.
14.02.2013 Pressemeldung didacta - die BildungsmesseDie Koelnmesse hat die Bildungsmesse bereits fünfmal ausgerichtet und dabei mit jeweils über 90.000 Besuchern die erfolgreichsten Veranstaltungen in der bisherigen Geschichte der Wandermesse durchgeführt. 2010 wurden sogar über 110.000 Privat- und Fachbesucher aus allen Bereichen der pädagogischen Bildung vom Kindergarten bis zur Hochschule sowie der beruflichen Aus- und Weiterbildung registriert.
<iframe width="484" height="272" src="http://www.youtube.com/embed/n4Hmqwm6S30" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> Für Prof. Dr. Dr. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Präsident des Didacta Verbandes e. V., bleibt die Bildungsungerechtigkeit der große Makel des deutschen Bildungssystems: "Um die Bildungsungerechtigkeit erfolgreich zu bekämpfen, müssen wir die Bildung von Anfang an – kindgerecht – weiter stärken. Die Forschung bestätigt, dass die ersten sechs Jahre in der Entwicklung eines Kindes die wichtigsten sind. Also müssen wir hier ansetzen, wenn wir unseren Kindern gerechtere Bildungschancen eröffnen wollen. Investitionen in die frühe Bildung erzielen die höchsten Renditen im gesamten Bildungsverlauf. Daher ist es nur folgerichtig, dass Deutschland diesen Bereich endlich nicht länger vernachlässigt."
<iframe width="484" height="272" src="http://www.youtube.com/embed/Cw9vJeqdhls" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> Gemessen an seiner Wirtschaftskraft gibt Deutschland inzwischen mehr für die frühe Bildung aus (0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) als die OECD-Länder im Durchschnitt (0,5 Prozent). Dies war lange Zeit nicht der Fall. Heute nehmen in Deutschland 89 Prozent der 3-Jährigen und 96 Prozent der 4-Jährigen an früher Bildung teil. Auch hiermit liegt Deutschland im internationalen Vergleich über dem Mittelwert. (Quelle: OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick" 2012)
"Dennoch reichen diese Anstrengungen noch lange nicht aus", so Fthenakis weiter. Dies zeige sich besonders deutlich am Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr, der ab August 2013 in Kraft tritt. Mit kurzfristigen Maßnahmen versuche die Politik die Angebotslücke zu schließen – auf Kosten der Qualität der Betreuungsangebote. Sein Fazit: "Die Verantwortlichen bei Bund, Ländern und Kommunen sind nicht bereit, angemessen in die Fachkräfte zu investieren. Es fehlen viele tausend Erzieherinnen und Erzieher, vor allem in den Metropolen, wo der Bedarf an Kita-Plätzen besonders hoch ist. Pläne der Politik, die Ausbildung der Erzieherinnen zu verkürzen, um den Personalmangel zu lindern, sind falsch. Denn das Berufsbild ist höchst anspruchsvoll, die Aufgaben komplex und mit einer "Instant-Ausbildung" nicht zu schaffen."
Bildungsmedienverlage 2012: Bildungsreformen erfolgreich ins Klassenzimmer transportiert
8.000 digitale und analoge Titel haben die deutschen Bildungsmedienhersteller im letzten Jahr auf den Markt gebracht. Damit und mit insgesamt 60.000 Titeln für rund 3.000 Lehrpläne und über 300 Ausbildungsberufe haben sie die Schulreformen des letzten Jahres zuverlässig ins Klassenzimmer gebracht. Doch eine ausreichende Ausstattung der Schulen mit Bildungsmedien sei nur dann sichergestellt, wenn die Politik die entsprechenden Mittel zur Verfügung stelle, so Wilmar Diepgrond, Vorsitzender des Verband Bildungsmedien e.V.: "Nach wie vor sehen wir hier einen großen Widerspruch zwischen der bildungspolitischen Ambition einerseits und der Wirklichkeit in den Schulen andererseits. Tatsache ist, dass die Budgets für Lernmittel nicht nur stagnieren, sondern teilweise sogar gekürzt werden." Dies spiegle sich auch in den Branchenzahlen des letzten Jahres wider, so Diepgrond.
<iframe width="484" height="272" src="http://www.youtube.com/embed/HDqTZIwH1Z4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> Insgesamt schrumpfte der Umsatz mit analogen und digitalen Bildungsmedien im Jahr 2012 um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt ca. 426 Mio. Euro. Im Bereich allgemein bildende Schule verringerte sich 2012 der Umsatz um vier Prozent und belief sich auf ca. 304 Mio. Euro. In der beruflichen Bildung erwirtschafteten die Verlage 51 Mio. Euro Umsatz. Das sind drei Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptgrund für diese Entwicklung ist der anhaltende Rückgang der Schülerzahlen.
Das Angebotsspektrum der didacta 2013
Aufgeteilt ist das Angebotsspektrum der Messe in die fünf Bereiche Kindertagesstätten, Schule/Hochschule, Bildung & Technologie, Ausbildung/Qualifikation sowie Weiterbildung/Beratung.
Im Schwerpunkt Kindertagesstätten stellen rund 160 Unternehmen aus. Sie zeigen neben Einrichtungen und Ausstattungen für Kindergärten und Kindertagesstätten eine Fülle neuer Ideen für kreative Lernförderung. Der größte Angebotsbereich der didacta ist der Schwerpunkt Schule/Hochschule. Mehr als 430 Unternehmen zeigen hier ein breites Spektrum, vor allem neue Lehr- und Lernmedien in Print- und elektronischer Form sowie didaktische und methodische Konzepte für die veränderten Anforderungen in Unterricht und Vorlesungen.
Über 80 Unternehmen im Bereich Ausbildung/Qualifikation und mehr als 70 Anbieter aus dem Sektor Weiterbildung/Beratung warten auf der didacta 2013 mit Innovationen auf, die den veränderten Marktstrukturen Rechnung tragen. Hard- und Software für die Ausbildung in neuen Berufsfeldern, neue Lernmittel und -methoden für Training, Aus- und Weiterbildung, Multimedia-Anwendungen und neue Ausbildungsinhalte für technische Berufe sind nur einige der Themen, die in den Angebotsbereichen Ausbildung/Qualifikation und Weiterbildung/Beratung im Zentrum des Interesses stehen.
Neu ist in diesem Jahr in Köln der Angebotsbereich Bildung & Technologie. Die in diesem Bereich vorgestellten Produkte und Dienstleistungen beschäftigen sich mit der technischen Ausstattung von Schulen und dem digitalen Lernen. Über 90 Unternehmen zeigen hier, wie die Anforderungen an die technische Ausstattungen der Schulen mit Computern, schnellen Internetzugängen und digitalen Lernmaterialien erfüllt werden können und wohin die Reise in den nächsten Jahren geht. Zu den bekanntesten Ausstellern gehören hier die Firmen co.Tec, Microsoft, Promethean und Smart.
Weit mehr als 1.600 Rahmenprogramm-Angebote unterstreichen die Bedeutung der Messe als größte Weiterbildungsplattform für alle am Bildungsprozess Beteiligten. Ob Lernförderung im Kindergarten, E-Learning, außerschulische Lernorte, digitale Schulbücher und Unterrichtsmedien, neue Ausbildungsstrukturen oder Weiterbildungskonzepte – alle Themen werden kompetent und praxisorientiert dargestellt. Die didacta 2013 ist damit nicht nur Europas führender Bildungskongress sondern auch die größte pädagogische Fortbildungsveranstaltung.
Weitere Informationen erhalten Sie immer aktuell auf den Internetseiten der didacta 2013, unter www.didacta-koeln.de/de/didacta/diemesse/events_veranstaltungen/index.php.
Hintergrundinfos, Experteninterviews und weiterführende Links finden Medienvertreter auch im didacta Themendienst online unter themendienst.didacta.de.
Weiterführende Links
- Ausführungen von Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse GmbH
- Ausführungen von Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Präsident des Didacta Verbandes e.V.
- Ausführungen von Wilmar Diepgrond, Vorsitzender Verband Bildungsmedien e. V.
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