Bundesweite Schulaktion "Safer Internet Day"

Die EU-Initiative "klicksafe" ruft alle Schulen dazu auf, sich für den Kampf gegen das so genannte Cyber-Mobbing stark zu machen. Geplant ist eine bundesweite Schulaktion zum nächsten internationalen SAFER INTERNET DAY am 10. Februar 2009.

09.02.2009 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Nach eine Umfrage der Universität Koblenz-Landau war bereits fast jeder fünfte Schüler von Mobbing-Attacken via Handy und Internet betroffen. Damit das Problem an Schulen offen angesprochen wird, hat das "klicksafe"-Expertenteam jetzt ein neues Unterrichtsmodul zum Thema Cyber-Mobbing entwickelt. Es kann zum SAFER INTERNET DAY kostenlos aus dem Netz heruntergeladen werden.

Mit einer breit angelegten Informationskampagne zum SAFER INTERNET DAY will "klicksafe" jetzt das Problem "Cyber-Mobbing" in das öffentliche Bewusstsein rücken. Anlässlich des international veranstalteten Aktionstags für mehr Sicherheit im Internet sollen sich möglichst viele Klassen mit Projekttagen oder Unterrichtseinheiten an der "klicksafe"-Aktion beteiligen: Zum neu gestalteten "klicksafe"-Unterrichtsmodul zählen Entwürfe für sieben Schulstunden, die einzeln oder als Reihe umgesetzt werden können. Das Material kann kostenlos über www.klicksafe.de heruntergeladen oder angefordert werden.

Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner ruft die Berliner Schulen anlässlich des SAFER INTERNET DAY auf, sich ausführlich damit im Unterricht auseinanderzusetzen. "Cyber Mobbing ist ein ernsthaftes Problem, auf das die Schule im Zusammenhang mit ihrem gesetzlichen Bildungsauftrag reagieren muss." Zöllner macht allerdings deutlich, dass es sich dabei nur um einen Teil einer komplexeren Problematik handelt. "Es muss uns gelingen, die Sensibilität für den Umgang mit personenbezogenen Daten zu erhöhen. Dabei geht es nicht nur um den Schutz fremder, sondern auch um den Schutz der eigenen personenbezogenen Daten." Mit dem Betreiben eines eigenen Blogs oder beim Chat, so Zöllner, werden immer wieder persönliche Daten weltweit preisgegeben. "Wer dabei nicht sorgfältig abwägt, was er über sich ins Netz stellt, kann im Ernstfall böse Überraschungen erleben." Um sich dieser Herausforderung erfolgreich zu stellen, setzt Zöllner auf die konsequente Umsetzung seines "eEducation Berlin Masterplan." Zöllner: "Ich setze dabei auf den Erwerb von Medienkompetenz, die wir unseren Schülerinnen und Schülern vermitteln müssen." Wer die Gefahren des Internet kennt, so Zöllner, kann dieses wichtige Medium effizient nutzen.

Nikolai Neufert, der verantwortliche Oberschulrat für den Masterplan in der Senatsverwaltung Berlin, weist auf das aktuelle Berlin-Brandenburger Projekt zum Datenschutz hin, in das auch das gemeinsame Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) eingebunden ist: "Derzeit bereiten wir die gemeinsame Erarbeitung von Material zur Lehrerfortbildung vor." In diesem Zusammenhang verweist Neufert auf den Bildungsserver Berlin-Brandenburg, auf dem sich neben Informationen zu diesem wichtigen Thema auch Unterrichtsmaterialien zum Download befinden. Der Bildungsserver Berlin-Brandenburg ist erreichbar unter der Adresse bildungsserver.berlin-brandenburg.de. Weitere Informationen über den SAFER INTERNET DAY sowie das Unterrichtsmaterial findet man auf dem Server unter bildungsserver.berlin-brandenburg.de/351+M5f205b8813e.html.

Weitere Informationen zum "eEducation Berlin Masterplan" findet man im Netz unter: www.berlin.de/sen/bildung/schulorganisation/computer_und_medien/


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