didacta - die Messe zur Dauerreform
(bikl) Ein Eldorado für alle an Erziehung und Bildung interessierte Menschen - das sei die didacta 2007 in Köln, erklärte heute der Geschäftsführer der Koelnmesse, Oliver P. Kuhrt. Tatsächlich zählt die diesjährige Bildungsmesse zu einer der größten in ihrer langen Geschichte.
22.02.2007 ArtikelVom 27.2. bis 3.3. will die didacta rund 90.000 Besucher in die Messehallen locken. Schließlich setzt sie mit rund 1.500 Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen und mehr als 800 Ausstellern aus 17 Ländern neue Maßstäbe. Und das, obwohl es der Bildungswirtschaft insgesamt nicht gut gehe, wie der Geschäftsführer des Verbandes der Bildungsmedien (VdS), Andreas Baer, kritisch anmerkte.
Schließlich, so Baer, stagnierten die Umsatzentwicklungen mit Lern- und Lehrmitteln - wenn sie nicht sogar rückläufig seien. Dazu nannte er auch Zahlen: So wurden 2006 von den Ländern und Kommunen lediglich 20 Euro pro Schüler für Schulbücher und Unterrichtssoftware ausgegeben. 1991 waren es noch umgerechnet 34,30 Euro. "So lässt sich Schule nicht verbessern", erklärte er.
Gleichwohl nehmen Aussteller und Veranstalter der Messe die gegenwärtigen Herausforderungen mit großem Engagement an. Sie gehen mit ihren Produkten auf die veränderten Anforderungen in den Bildungsbereichen ein, sei es bei der viel diskutierten frühkindlichen Bildung, bei den veränderten Anforderungen an die Schulen oder bei neuen Entwicklungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.
Man könne von einer "Dauerreform" sprechen, so Baer, denn das Ende sei nicht absehbar. Neben den vielen Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrer und Erzieher wird auf den verschiedenen Foren auch bildungspolitisch Bilanz gezogen, etwa ob und wie Reformen im Unterricht ankommen, wie es um die Lehrerausbildung bestellt ist oder wo die Entwicklung in der dualen Ausbildung hingehen soll.
Außer bekannten Bildungspolitikern, Wissenschaftlern und Praktikern werden sich auf der didacta auch erstmals Prominente aus Sport und Medien für Bildung stark machen. Dazu zählen der Schauspieler Till Demtrøder, der Fernsehkoch Tim Mälzer, die TV-Legende Alfred Biolek und Maja Prinzessin von Hohenzollern.
Und schließlich wird in Köln zum ersten Mal der Titel "Bildungsbotschafter" verliehen. Geehrt werden der Schauspieler Peter Lohmeyer für sein Engagement für mehr Ganztagsschulen und der Torhüter Frank Rost für seine Initiative zur besseren Aufklärung über funktionalen Analphabetismus.
In erster Linie erwartet die Messe in der kommenden Woche Lehrer, Erzieherinnen, Ausbilder, Trainer und Berater. Daneben möchte der Geschäftsführer des Didacta Verbandes, Reinhard Koslitz, aber auch die "Hauptverantwortlichen für Erziehung und Bildung" begrüßen: die Eltern. "Auch ihnen bietet die didacta viele nützliche Informationen, beispielsweise über kindgerechte Spielzeuge und neue Schulbücher oder Tipps zum richtigen Umgang ihrer Kinder mit Internet und Computerspielen." Eben ein Eldorado für alle an Erziehung und Bildung interessierten Menschen.
Im Podcast: Die Highligths der Messe im Überblick.
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