Dr. Eva-Maria Stange: "Aberkennung des Welterbetitels durch die UNESCO muss verhindert werden"

"Es muss doch möglich sein gemeinsam mit Experten eine Lösung zu finden, die die Aberkennung des Welterbetitels durch die UNESCO abwenden kann", reagiert die Präsidentin des Nationalkomitees für Denkmalschutz Dr. Eva-Maria Stange heute auf die aktuelle Debatte zur Waldschlösschenbrücke in Dresden.

12.03.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Die Auseinandersetzung um den Welterbetitel - wie sie in anderen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz geführt werde - mache deutlich, dass es klugem Sachverstand gelingen könne zwischen wirtschaftlich Notwendigem und kulturellen Werten abzuwägen. Das müsse auch in einer Kultur- und Wissenschaftsstadt wie Dresden machbar sein.

Die Präsidentin des Nationalkomitees für Denkmalschutz appellierte an alle Beteiligten sich ungeachtet aller Ressentiments erneut gemeinsam an einen Tisch zu setzen, alle Möglichkeiten abzuwägen und durchzurechnen.

Dr. Eva-Maria Stange verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz bereits im November des vergangenen Jahres in seinem Würzburger Appell alle Beteiligten in Deutschland aufgerufen hatte die Entwicklung bestehender und künftiger Welterbestätten in Deutschland fachlich und politisch in konstruktiver Weise zu begleiten und zu unterstützen und mitzuhelfen Schaden vom Ansehen Deutschlands als Kulturnation abzuwenden. Die Aberkennung des Welterbetitels im Dresdner Elbtal wäre einmalig für Deutschland und würde einen Schatten auf die Bewerbungen anderer Städte und Regionen werfen.

Der Würzburger Appell ist nachzulesen unter www.nationalkomitee.de


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