Einladung zum Gespräch an Lehrer-, Eltern- und Schülerverbände
Der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen im Hessischen Landtag, Mathias Wagner, haben die Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), des Landeselternbeirats (LEB), des Elternbunds Hessen (EBH) sowie der Landesschülervertretung (LSV) zu einem Gespräch noch vor dem nächsten Bildungsgipfel in dieser Woche eingeladen.
29.01.2015 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen"Der Dialog mit allen Teilnehmern des Bildungsgipfels Hessen ist uns sehr wichtig. Die Türen stehen jederzeit offen", erklärten Lorz und Wagner. "Wir nehmen die Kritik ernst und stehen daher kurzfristig für ein Gespräch zur Verfügung."
Gespräche als natürlicher Bestandteil des Dialog-Prozesses Schon in der Vergangenheit und während des gesamten Gipfelprozesses hätten Landesregierung und die sie tragenden Fraktionen stets deutlich gemacht, dass Diskussionen und Meinungsaustausch jederzeit möglich und gewünscht sind. "Dabei sind wir selbstverständlich auch bereit, über Abläufe und Verfahren sowie die Gewichtung der zu besprechenden Inhalte zu sprechen", betonten Lorz und Wagner. Vertreterinnen und Vertreter vieler am Bildungsgipfel-Prozess beteiligter Institutionen und Organisationen hätten davon auch bereits Gebrauch gemacht und das persönliche Gespräch gesucht. Diese Gespräche würden als natürlicher Bestandteil dieses Prozesses verstanden.
"Unser Ziel bleibt klar", sagte Kultusminister Lorz: "Wir wollen eine langfristige Verständigung zwischen den an Bildung beteiligten Akteuren über die schulische Bildung in Hessen erreichen, um Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und Schulträgern Planungssicherheit für die nächsten zehn Jahre zu geben." Dafür habe man sich einen Zeitraum von knapp einem Jahr gegeben, in dem ausführlich über die zentralen Aspekte der Bildungspolitik gesprochen werden könnte. Im Rahmen des Bildungsgipfels steht es darüber hinaus allen Arbeitsgruppen frei, eigene Arbeitsformate zur effektiven Gestaltung des Arbeitsprozesses zu entwickeln.
"Breiter gesellschaftlicher Konsens erforderlich"
"Der Bildungsgipfel mit einer Verständigung auf die mittelfristigen Leitlinien der hessischen Bildungspolitik kann dann gelingen, wenn wir einen breiten gesellschaftlichen Konsens erreichen", hob Wagner hervor. Dies sei der Grund, warum der Teilnehmerkreis breit gezogen worden sei. "Und dazu gehört selbstverständlich auch die Bereitschaft, aufeinander zu zugehen", ergänzte Kultusminister Lorz.
"Wir sind mit den Inhalten unserer Koalitionsvereinbarung als Grundlage für unsere Position in die Gespräche zum Bildungsgipfel hineingegangen. Wir wissen aber, dass sie nicht als Ergebnis des Gipfels herauskommen werden; wir führen diese Gespräche ja gerade, um andere Positionen einzubeziehen und herauszufinden, wo es Übereinstimmung und wo es tragfähige Kompromisslinien gibt. Die Bereitschaft, von eigenen Positionen ein Stück weit abzurücken, gilt für uns – und sie gilt hoffentlich auch für alle anderen Teilnehmer." Auch wenn am Ende Punkte übrig bleiben sollten, in denen kein Konsens zu erzielen ist, bedeute das nicht das Scheitern des Gesamtprozesses. "Dann sollten wir uns auf die Punkte konzentrieren, in denen wir konstruktive Ergebnisse erzielen konnten."
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