Eltern surfen sicherer im Internet als Kinder

Wenn es um sicheres Surfen im Internet geht, kennen sich Eltern besser aus als ihre Kinder. Das ist das Ergebnis eines großen Online-Wissenstests: An der Aktion von Internet-ABC e.V. und Deutscher UNESCO-Kommission haben sich knapp 6.800 Internetnutzer beteiligt.

27.03.2007 Pressemeldung Internet-ABC c/o Geschäftsstelle Landesanstalt für Medien NRW

Eltern gelten in der Regel nicht gerade als Experten, sobald es um Onlinespiele, Chats und die neusten Trends der digitalen Medien geht. Dennoch schnitten die 30-50-Jährigen bei dem von Internet-ABC und Deutscher UNESCO-Kommission organisierten "Generationen-Wettbewerb" deutlich besser ab als ihr Nachwuchs. Vor allem den jüngeren Kindern fehlt das notwendige Fachwissen, um die Gefahren des Internets zu erkennen und sich sicher im Netz zu bewegen.

"Um die Möglichkeiten des Internets zu nutzen, müssen wir die Fähigkeit erwerben, die neuen Technologien sinnvoll und verantwortungsbewusst einzusetzen", erklärt Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, die Hintergründe für den spielerisch angelegten "Generationen-Wettbewerb". Anlässlich des weltweit veranstalteten SAFER INTERNET DAY am 6. Februar waren alle Altersgruppen (Kinder und Jugendliche, Eltern und Großeltern) gefragt, ihre Kenntnisse zum Thema "Internetsicherheit" unter Beweis zu stellen. Jetzt ziehen die Initiatoren des großen Online-Wissenstests Bilanz: In dem sechswöchigen Aktionszeitraum beteiligten sich knapp 6.800 Nutzer am Online-Quiz unter www.internet-abc.de.

Am besten schnitten die 30- bis 50-Jährigen ab (gute bis sehr gute Testergebnisse erzielten 93% der Befragten). Es folgen die über 50-Jährigen (88%), die Personen zwischen 18 und 30 Jahren (87%) und die 15- bis 18-Jährigen (85%). Deutlich schwächere Ergebnisse bei dem Test erzielten die 10- bis 14-Jährigen (71%) und Kinder unter neun Jahren (51%; die komplette Auswertung unter: www.internet-abc.de). Auch wenn es sich bei dem Wissenstest nicht um eine repräsentative Untersuchung handelt, zeigt sich in den jetzt vorliegenden Zahlen eine deutliche Tendenz: Bei Kindern, insbesondere den jüngeren, gibt es großen Bedarf, ihre Medienkompetenz zu fördern und ihnen im Umgang mit dem Internet mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Lehr- und Lernangebote im Netz sind daher unverzichtbar.

"Das Internet ist im Alltag der Kinder allgegenwärtig – ihr Wissen über sicheres Surfen aber noch sehr ausbaufähig", sagt Mechthild Appelhoff, Vorsitzende des Internet-ABC e.V. Es liege vor allem in der Verantwortung der Eltern, ihre Kinder vor den Gefahren des Internets zu schützen, beispielsweise wenn es darum gehe, persönliche Daten in Chats preiszugeben.

"Auf der Datenautobahn gilt das gleiche Prinzip wie im Straßenverkehr. Am sichersten bewegen sich in der Regel die Verkehrsteilnehmer, die sich am besten auskennen. Und die jüngeren Kinder brauchen dabei zunächst die Unterstützung und die Begleitung durch die Erwachsenen."

Lern-Angebote im Netz sind unverzichtbar

Mit Lern-und Spielangeboten wie dem Internet-ABC können Groß und Klein das World Wide Web gemeinsam entdecken. Alle Altersgruppen können und müssen dazulernen. Schließlich kennen sich nicht alle Erwachsene so gut aus, wie die Teilnehmer beim Generationen-Wettbewerb. Und die jüngeren User brauchen Hilfe von den älteren, um sich der Gefahren im Internet bewusst zu werden und mit ihnen verantwortlich umzugehen.

Das Internet-ABC ist das Portal für Fragen rund ums Internet. Wer eine eigene Homepage bauen, seine Kinder vor jugendgefährdenden Inhalten im Netz schützen oder einfach nur einen Fachbegriff aus der Computerwelt nachschlagen will, findet unter www.internet-abc.deleicht verständliche und umfassende Informationen. Die Website ist neutral, sicher und absolut werbefrei. Herausgeber der Website ist der gemeinnützige Verein Internet-ABC e.V.

Dem Verein gehören die Landesmedienanstalten aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen an. Das Internet ABC steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. Mit der Projektdurchführung ist das Marler Adolf-Grimme-Institut beauftragt.

Nähere Informationen

Mechthild Appelhoff / Gaby Becker
Geschäftsstelle Internet-ABC e.V.
c/o Landesanstalt für Medien NRW
Zollhof 2, D-40221 Düsseldorf
Tel: 0211/77007-172
Mail:

Pressekontakt.


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