Freiburg wird Stadt der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Die Deutsche UNESCO-Kommission zeichnet am 16. September die Stadt Freiburg im Breisgau für ihre herausragende Bildungsarbeit zur Stadt der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" aus. Der Vorsitzende des Nationalkomitees der UN-Dekade Professor Gerhard de Haan wird die Auszeichnung an Freiburgs Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon überreichen. Bundesweit wurden bis heute 13 Städte und Gemeinden als Kommune der UN-Dekade ausgezeichnet, darunter Hamburg, Bonn und Frankfurt am Main.

15.09.2011 Pressemeldung Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

"Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine sozial gerechte und umweltverträgliche Gesellschaft einsetzt. In Freiburg arbeiten Verwaltung, örtliche Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Initiativen bereits seit Jahren beispielhaft zusammen, um diesen Grundgedanken im Bewusstsein und Handeln der Menschen zu verankern", begründete Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade, die Auszeichnung. Das "Freiburger Kleeblatt Nachhaltigkeit Lernen" sei eine starke Marke für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Konzept verbinde die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie, Soziales und Kultur.

Der Nachhaltigkeitsrat der Stadt Freiburg hat 2009 die Ziele zur nachhaltigen Entwicklung festgelegt und als Leitbild für die Stadt beschlossen. Freiburg hat sich unter anderem verpflichtet, Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulen, im Beruf und im Alltag zu fördern. "Der Titel 'Stadt der Weltdekade' ist eine Anerkennung unserer bisherigen Arbeit und ein Ansporn, den Weg einer nachhaltigen Entwicklung des Bildungsstandorts Freiburg konsequent weiterzugehen", sagte Oberbürgermeister Dieter Salomon.

Freiburg werde künftig den Green Tech-Bereich fördern, um Energie, Rohstoffe und Materialien effizienter und Mobilität umweltfreundlicher zu gestalten. Das erste deutsche "United World College" soll ab 2014 in Freiburg Schüler aus aller Welt zu Nachhaltigkeit, Toleranz und sozialer Verantwortung erziehen. "Die Konferenz von Rio 1992 hat uns klar gemacht, dass nachhaltige Entwicklung im Zentrum unseres Denkens und Handelns stehen muss – und seitdem konnten wir viele Projekte entwickeln und mit Partnern umsetzen", betonte Bürgermeisterin Gerda Stuchlik vom Dezernat für Umwelt, Jugend, Schule und Bildung.

Mit der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) haben sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verpflichtet, die Prinzipien der Nachhaltigkeit in ihren Bildungssystemen zu verankern. Die Deutsche UNESCO-Kommission koordiniert die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Arbeit. Seit 2005 hat die Deutsche UNESCO-Kommission in ganz Deutschland mehr als 1.300 Projekte und 13 Kommunen ausgezeichnet. Der Titel als Dekade-Projekt wird für zwei Jahre verliehen, danach ist eine erneute Bewerbung möglich.

Weitere Informationen:

Fact Sheet "Die 13 Kommunen der Weltdekade"
Interview mit Bürgermeisterin Gerda Stuchlik vom Dezernat Umwelt, Jugend, Schule und Bildung der Stadt Freiburg
www.bne-portal.de/kommunen
www.bne-portal.de/datenbank


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