"Geh Denken - zur Stärkung der demokratischen Kultur in Sachsen"
Am Jahrestag der Bombardierung Dresdens sind Dresdnerinnen und Dresdner heute aufgerufen, ein deutliches Zeichen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus zu setzen. "Wer sich heute dem Demonstrationsmarsch und der Demokratiemeile anschließt, leistet einen Beitrag zur Stärkung unserer demokratischen Kultur", sagte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange im Vorfeld der Veranstaltung "Geh Denken". Die Ministerin und der stellvertretende Ministerpräsident Thomas Jurk nehmen an der Demonstration des Dresdner Bündnisses für Demokratie teil, die um 17 Uhr auf dem Albertplatz startet.
13.02.2007 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus"Wir dürfen nicht zulassen, dass sich rechtsextreme Strukturen in Sachsen weiter festigen und junge Menschen von rechtsextremistischem Gedankengut vereinnahmt werden", so Dr. Eva-Maria Stange. Mit großer Sorge betrachte die Ministerin auch die jüngsten Übergriffe auf Kulturveranstaltungen in Sachsen durch rechtsgerichtete Jugendliche. Deshalb schließe sie sich gemeinsam mit Staatsminister Jurk dem Bündnis für Demokratie an, das sich fremdenfeindlichen und rassistischen Aktivitäten in Dresden entgegen stellt und mit der heutigen Veranstaltung ein Signal für Toleranz, Demokratie und Frieden setzen möchte.
"Die heutige Demonstration ist ein Zeichen dafür, dass unser Land weltoffener ist als die Rechtsextremen uns glauben machen wollen. Damit dies so bleibt, unterstützen wir mit den Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen" Projekte, in denen Menschen über die Grenzen von Religionen und Kulturen hinweg Austausch und Verständnis organisieren, sich für ein lebendiges Gemeinwesen einsetzen und sich aktiv für die Fortentwicklung von Demokratie einsetzen", so Staatsminister Jurk.
Das Bündnis für Demokratie wird von Gewerkschaften, Parteien und rund 70 Dresdner Initiativen getragen. Gemeinsam wollen sie am für Dresden historischen 13. Februar den Opfern von Krieg und Zerstörung gedenken, ihr Verständnis einer demokratischen Erinnerungskultur verdeutlichen und Gesicht zeigen gegen Geschichtsrevisionismus und Rechtsextremismus. Wie im vergangenen Jahr werden wieder tausende Kerzen vor der Frauenkirche brennen und den Schriftzug leuchten: Diese Stadt hat Nazis satt.
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