Gemeinsamer Bildungsserver für die Bildungsregion Berlin-Brandenburg

Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht und der Berliner Bildungssenator Prof. E. Jürgen Zöllner haben am 14.01.2009 in Potsdam den gemeinsamen Bildungsserver Berlin-Brandenburg gestartet.

14.01.2009 Berlin, Brandenburg Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Mit dem bundesweit einmaligen Angebot der beiden Länder habe man einen "weiteren wichtigen Schritt hin zur gemeinsamen Bildungsregion gemacht", betonten Rupprecht und Zöllner. "Durch den gemeinsamen Bildungsserver als Informations- und Kooperationsplattform für schulische und außerschulische Bildungseinrichtungen können Angebote für Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler in der Region sinnvoll gebündelt und dadurch Synergieeffekte erzielt werden", machten beide Minister klar.

Der neue Bildungsserver unter der Adresse bildungserver.berlin-brandenburg.de ist eine Informations-, Kommunikations- und Kooperationsplattform für schulische und außerschulische Bildungseinrichtungen in Berlin und im Land Brandenburg. Das Angebot richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen, Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie weitere Partner der Schulen und Bildungseinrichtungen.

Das neue pädagogische Portal der beiden Länder wurde vom Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin sowie des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg konzeptionell entwickelt und wird dort redaktionell und technisch betreut.

"Ziel ist es, den Nutzern durch eine qualifizierte Informationsauswahl eine Orientierung in der Fülle der Angebote zu ermöglichen – sei es etwa bei der Bereitstellung von Unterrichts- und Lernmaterialien, von Rahmenlehrplänen und von Datenbanken wie etwa dem Lernorteatlas, den Schulporträts oder der Fortbildungsdatenbank sowie der Präsentation von Wettbewerben und außerschulischen Lernorten", erklärte LISUM-Direktor Dr. Jan Hofmann. "Wir treffen einerseits eine landesspezifische Auswahl für Berlin und für Brandenburg und vernetzen anderseits Themen aus beiden Ländern", so Hofmann. "Die Nutzer erhalten zudem zahlreiche Angebote zur interaktiven Mitarbeit: Sie können in Online-Arbeitsgruppen kooperieren, können in Foren und Blogs kommunizieren und können sich in `learning communities` auf der Lernplattform `moodle` in einem virtuellen Klassenraum weiterbilden."

Die auf dem Bildungsserver präsentierten Informationen zu Rahmenlehrplänen knüpfen etwa an die Angleichungsprozesse der Rahmenlehrpläne zwischen Berlin und Brandenburg an. Der Berlin-Brandenburgische Bildungsserver bietet zudem Material rund um die Prüfungen in Berlin und Brandenburg an. So sind bereits erste Informationen zum 2010 geplanten gemeinsamen Zentralabitur der beiden Länder eingestellt.

Aber auch die bestehenden Unterschiede, die in der Bildungsregion Berlin-Brandenburg noch vorhanden sind, werden auf dem neuen gemeinsamen Bildungsserver berücksichtigt. So gibt es Unterschiede in den gesetzlichen Grundlagen, Verfahrensweisen und Schulformen sowie regional unterschiedliche Rahmenbedingungen und Schwerpunktsetzungen.

"Gerade in einem dünn besiedeltem Flächenland wie Brandenburg ist es wichtig, dass Bildungsangebote auch online angeboten werden, die einfach und rund um die Uhr von jedem Ort abrufbar sind", so Brandenburgs Bildungsminister Rupprecht. "Schulen mit geringer Größe haben manchmal nur ein beschränktes Unterrichtsangebot – sie können ihren Schülerinnen und Schüler durch ausgewählte E-Learning Angebote, etwa für das Fach Recht, ein erweitertes Unterrichtsangebot unterbreiten."

Auch Berlin setzt auf Vernetzung, wenn auch mit anderen Schwerpunkten. "Eine neu entwickelte Ideenbörse nimmt die Qualitätsentwicklung an Schulen auf und präsentiert erfolgreiche Beispiele aus der Unterrichtspraxis der Berliner Schulen. Die hier dargestellten Ideen sollen die Schulen anregen, diese aufzugreifen, sie an die eigene Situation anzupassen und sie im Schulalltag weiter zu entwickeln", so der Berliner Bildungssenator Zöllner. Ein weiterer Schwerpunkt in der Hauptstadt ist das Lesecurriculum zur Unterstützung der Leseerziehung in der Schule. "Das Lesecurriculum präsentiert kreativ gestaltete und langjährig evaluierte Materialien, Instrumente und informative Texte", erläutert Zöllner. "Die Schulen erhalten so wertvolle Hinweise für die Arbeit an ihrem schulinternen Lesekonzept, das die Beteiligung aller Fächer an der Entwicklung von Lesekompetenz vorsieht. Die Schule wird angeregt, einen Raum zu schaffen, der das Lesen thematisiert und zum Austausch über Gelesenes einlädt."

Weitere Informationen gibt es unter www.bildungserver.berlin-brandenburg.de


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