Geschäftsführerwechsel beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk
Im Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) bricht eine neue Zeit an. Ab dem 1. April wird die Geschäftsführung der binationalen Einrichtung in neue Hände gelegt. An beiden Standorten, Potsdam und Warschau, treten neue Geschäftsführer ihr Amt an. In Potsdam übergibt Dr. Doris Lemmermeier nach zehnjähriger Amtszeit zum 1.4.2008 die Geschäftsführung an Stephan Erb. Paweł Moras übernimmt die Leitung des Büros Warschau.
31.03.2008 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgDr. Lemmermeier kann auf eine intensive, sehr erfolgreiche zehnjährige Amtszeit zurückblicken. In den zehn Jahren ihrer Geschäftsführung wurden die Regierungsbeiträge von 5,3 Millionen auf jetzt 9,5 Millionen Euro pro Jahr erhöht. Inzwischen nehmen 140.000 Jugendliche pro Jahr an vom DPJW geförderten Maßnahmen teil. Unter der Leitung von Dr. Lemmermeier hat sich das DPJW intensiv in der Qualitätssicherung der Jugendbegegnungen engagiert. Die Organisation wurde zu einer festen Größe in den deutsch-polnischen Beziehungen.
"All das hätte ohne die gute Zusammenarbeit mit den polnischen Kollegen und das große Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nie erreicht werden könnten", so Dr. Lemmermeier rückblickend. Für sie sei es eine besondere Erfahrung gewesen, in einer echten binationalen Einrichtung zu arbeiten, in der diese Binationalität tagtäglich gelebt wird. "Das DPJW ist eine sehr lebendige und unbürokratische Organisation, für deren Ziele sich in ganz Deutschland und Polen viele Partner einsetzen".
Die Amtszeit der Geschäftsführung im DPJW beträgt fünf Jahre, es ist maximal eine Verlängerung möglich. Dr. Lemmermeier scheidet damit turnusgemäß aus dem Jugendwerk aus. Der Brandenburgische Bildungsminister Rupprecht würdigte ihre Arbeit: "Frau Dr. Lemmermeier hat in den langen Jahren, in denen sie die Geschicke des Deutsch-Polnischen Jugendwerks gelenkt hat, die Praxis der Begegnung zwischen deutschen und polnischen jungen Menschen in einer Weise geprägt, wie dies nur wenigen Menschen gelingt. Das freundschaftlich-kooperative Verhältnis des Deutsch-Polnischen Jugendwerks zu den Trägern der Jugendbegegnung wie auch zu den Ländern ist in erster Linie ihr Verdienst. Sie hat es darüber hinaus verstanden, auch in politisch schwierigen Zeiten den Stellenwert der Jugendbegegnungen für die Versöhnung zwischen den Völkern in ihrer ruhigen, aber bestimmten Art jederzeit deutlich zu machen. Ich werde immer dankbar und mit großem Respekt auf unsere Zusammenarbeit zurück blicken."
Neuer Geschäftsführer in Potsdam wird Stephan Erb. Er ist 42 Jahre alt und hat Geschichte, Slavistik und Philosophie studiert. Erfahrung im deutsch-polnischen Jugendaustausch hat er als pädagogischer Mitarbeiter der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Kreisau gesammelt. "Das DPJW trägt wesentlich dazu bei, die deutsch-polnischen Beziehungen mit Leben zu erfüllen und die Zusammenarbeit auf der Ebene der Zivilgesellschaft zu stärken. Ich freue mich darauf, diese Arbeit gemeinsam mit meinem polnischen Amtskollegen und einem erfahrenen Team weiterzuführen", so Stephan Erb.
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