GEW: "Am Aschermittwoch geht´s erst richtig los!"
Für den 25., 26. und 27. Februar hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die im öffentlichen Dienst der Länder im Bildungsbereich Beschäftigten zu Warnstreiks aufgerufen. "Am Aschermittwoch geht´s erst richtig los. Die Arbeitgeber, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), hat die Beschäftigten mit ihrem Doppel-Null-Angebot provoziert und die Stimmung richtig angeheizt. Sie müssen bei ihrem Angebot in der nächsten Verhandlungsrunde kräftig nachlegen", sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad am Freitag in Frankfurt a.M.
20.02.2009 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und WissenschaftMit den Warnstreiks im Februar hatten allein gut 75.000 im Bildungsbereich Beschäftigte ihren Ärger über die Blockadehaltung der Arbeitgeber demonstriert. Die hohe Beteiligung insbesondere der Lehrkräfte zeige, so die GEW-Verhandlungsführerin, dass in dieser Tarifrunde auch eine strukturelle Verbesserung der Einkommen für junge Lehrkräfte durchgesetzt werden muss. Diese hätten als einzige Berufsgruppe durch den Wechsel vom Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) auf das neue Tarifsystem, den Tarifvertrag der Länder (TV-L), dramatische Einkommensverluste erlitten.
Schaad kündigte zentrale Warnstreik-Kundgebungen in 13 Bundesländern sowie drei Aktionen in Hessen an:
| Bundesland | Datum | Kundgebungsort | GEW-Redner/in |
| Baden-Württemberg | 27. Februar | Stuttgart | Doro Moritz, GEW-Vorsitzende Ba-Wü |
| Bayern | 26. Februar | Nürnberg | Gele Neubäcker, GEW-Vorsitzende Bayern |
| Brandenburg | 26. Februar | Potsdam | Stephanie Odenwald, GEW-Vorstandsmitglied |
| Hamburg | 26. Februar | Hamburg | Ilse Schaad, GEW-Verhandlungsführerin |
| Hessen | 26. Februar | Frankfurt a.M., Kassel, Gießen | Jochen Nagel, GEW-Vorsitzender Hessen (Ort noch offen) |
| Mecklenburg-Vorpommern | 26. Februar | Schwerin | Norbert Hocke, GEW-Vorstandsmitglied |
| Niedersachsen / Bremen | 25. Februar | Hannover | Ilse Schaad, s.o. |
| Nordrhein-Westfalen | 27. Februar | Düsseldorf | Andreas Meyer-Lauber, GEW-Vorsitzender NRW |
| Rheinland-Pfalz | 26. Februar | Mainz | Ulrich Thöne, GEW-Vorsitzender |
| Saarland | 27. Februar | Saarbrücken | Thöne, s.o. |
| Sachsen | 27. Februar | Dresden | Schaad, s.o. |
| Sachsen-Anhalt | 26. Februar | Magdeburg | Thomas Lippmann, GEW-Vorsitzender Sachsen-Anhalt |
| Schleswig-Holstein | 25. Februar | Kiel | Thöne, s.o. |
| Thüringen | 26. Februar | Erfurt | Andreas Keller, GEW-Vorstandsmitglied |
Info: Die vierte Verhandlungsrunde zwischen ver.di, Gewerkschaft der Polizei (GdP), GEW sowie der dbb Tarifunion und der TdL findet am 28. Februar/1. März in Potsdam statt.
In der dritten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber eine Erhöhung der Gehälter ab dem 1. Juli 2009 um 4,2 Prozent bei einer zweijährigen Laufzeit des Vertrags (1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010) angeboten. 2010 sollte es keine weitere Erhöhung der Einkommen geben. In den ersten beiden Runden hatte die TdL kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften hatten bei einer einjährigen Vertragslaufzeit acht Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt verlangt.
Über die laufenden Arbeitskampfmaßnahmen der GEW berichten wir aktuell unter www.gew-tarifrunde.de sowie auf den jeweiligen Internetseiten der GEW-Landesverbände (schnell zu erreichen über die interaktive Landkarte auf www.gew.de). In unserem Tarif-Portal finden Sie auch alle weiteren (Hintergrund-)Infos.
Für aktuelle und Hintergrundinformationen - auch während der vierten Verhandlungsrunde - erreichen Sie den GEW-Vorsitzenden Ulrich Thöne unter 0151/15134650, GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad unter 0151/15134646 und Pressesprecher Ulf Rödde unter 069/78973-114 oder 0160/90557232.
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