GEW: "Arbeitgeberangebot nicht akzeptabel!"
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes haben weitere Warnstreiks angekündigt. "Das erste Angebot, das die Arbeitgeber in der Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen gemacht haben, ist eine nicht akzeptable Mogelpackung. Es schreibt die Reallohnverluste der Beschäftigten fort. Das Angebot wäre selbst bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von einem Jahr nicht ausreichend ", sagte Ilse Schaad, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Dienstag in Potsdam.
13.03.2012 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und WissenschaftWeder Höhe, noch Laufzeit oder Struktur seien mit den Forderungen der Gewerkschaften kompatibel. Das Angebot der Arbeitgeber entspreche bei einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren im Schnitt Gehaltssteigerungen von lediglich 1,77 Prozent. Damit liege es deutlich unter der Inflationsrate von zurzeit 2,3 Prozent.
"Wir müssen den Beruf der Erzieherinnen und Erzieher attraktiver machen und aufwerten. Dazu gehört in erster Linie ein kräftiges Plus beim Einkommen, sonst verschärft sich der Fachkräftemangel weiter", betonte Schaad. "Die Beschäftigten werden in den Betrieben und Bildungseinrichtungen die richtige Antwort auf das unzureichende Angebot der Arbeitgeber geben."
Info: Die dritte und letzte Verhandlungsrunde findet am 28./29. März in Potsdam statt.
Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr Gehalt für die Beschäftigten. Laufzeit des Tarifvertrages: ein Jahr. Die Ergebnisse der Tarifrunde gelten im Organisationsbereich der GEW beispielsweise für Erzieherinnen und Erzieher sowie für bei den Kommunen in Bayern angestellte Lehrkräfte.
Alle Infos zur Tarifrunde finden Sie auf der GEW-Website unter: www.gew-tarifrunde-tvoed.de/Page16958.html
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