GEW vor Tarifrunde des öffentlichen Dienstes für Landesbeschäftigte

"Die erste Verhandlungsrunde in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes am kommenden Montag für die Beschäftigten der Länder wird kein Spaziergang werden", schätzte GEW-Landeschef, Thomas Lippmann, am Rande der Jahresklausur seines Landesvorstandes heute in Wörlitz ein.

16.01.2009 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

Er nahm damit auf Äußerungen des Verhandlungsführers der TdL (Tarifgemeinschaft der Länder), des Niedersächsischen Finanzministers Hartmut Möllring Bezug, der gestern erklärt hatte, dass die Forderungen der Gewerkschaften "nicht in die Zeit" passten.

"Wir sehen das ganz anders", sagte Lippmann. Maßstab für uns ist die Forderung "8 Prozent – mindestens 200 Euro mehr!". Sie war bereits am 11. Dezember auf einer Kundgebung von 3000 Landesbediensteten, darunter 2000 GEW-Mitgliedern, in Magdeburg deutlich ausgesprochen worden.

"Wir sind uns als Bildungsgewerkschaft unserer Verantwortung im Konzert der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes im kommenden Tarifkampf voll bewusst", sagte Lippmann. "Schließlich arbeiten ca. 26 000 Landesbeschäftigte allein im Bildungsbereich, d.h. an Schulen, Universitäten und Fachhochschulen." Das seien mehr als die Hälfte der Landesbeschäftigten.

Lehrer und Pädagogische Mitarbeiter an den Schulen sowie die Beschäftigten der Hochschulen sind deshalb schon jetzt zu Aktionen aufgerufen. Ca. 15 Prozent der im Bildungsbereich Beschäftigen sind Beamte. Die GEW fordert, dass das angestrebte Tarifergebnis auch auf die Besoldung der Beamtinnen und Beamten des Landes übertragen wird. Sie hat deshalb auch die Beamten zur Beteiligung aufgefordert.

In den letzten fünf Jahren gab es nur zweimal eine Lohnerhöhung. Vom 1.1.2004 bis 30.4.2004 waren es 1 Prozent und ab 1.5.2004 war es ein weiteres Prozent, 2008 waren es 2,9 Prozent. Damit wurde noch nicht einmal die Preissteigerung ausgeglichen. Für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen konnte im vergangenen Jahr eine durchschnittliche Lohnsteigerung von 8,9 Prozent für 2008/2009 durchgesetzt werden.

"Das brauchen die Beschäftigten in den Ländern auch. Landesbedienstete dürfen keine Beschäftigten zweiter Klasse sein!", fügte Lippmann hinzu. "Die Landesbediensteten beteiligen sich gern am Konjunkturprogramm, wenn sie Geld in der Tasche haben, fügte er hinzu". Deshalb passen unsere Forderungen sehr gut in die Zeit."

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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