GEW zur Umbildung des rheinland-pfälzischen Kabinetts
Die GEW Rheinland-Pfalz beglückwünscht die neue Bildungsministerin Vera Reiß und die neue Finanzministerin Doris Ahnen zu ihren neuen Ämtern. Es werden zwei wichtige Ministerien mit zwei kompetenten und erfahrenen Frauen besetzt, welche die Politik in Rheinland-Pfalz wegweisend mitbestimmen werden.
05.11.2014 Pressemeldung GEW Rheinland-Pfalz"Mit der neuen Bildungsministerin Vera Reiß wird die GEW ebenso vertrauensvoll und kritisch-konstruktiv zusammen arbeiten wie mit der Vorgängerin im Amt, Doris Ahnen", so der Landesvorsitzende Klaus-Peter Hammer.
Zentrale Aufgabe der Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz muss aus unserer Sicht weiterhin sein, das Thema Inklusion und Bildungsgerechtigkeit weiter voranzutreiben. Übergänge müssen gestaltet werden, die Berufsbildenden Schulen müssen in ihrer Bedeutung gestärkt werden. Wir erwarten, dass junge Kolleginnen und Kollegen bei rückläufigen Schülerzahlen eine Einstellungsperspektive haben und dass Maßnahmen ergriffen werden, um die benötigten Fachkräfte im Bildungsbereich zu finden und zu halten. Im Bereich der Hochschulen müssen weitere Schritte zur Verbesserung der finanziellen und personellen Ausstattung unternommen werden. "Wir wünschen Vera Reiß bei der Ausübung ihres anspruchsvollen Amtes viel Erfolg und Ausdauer", so der Landesvorsitzende Klaus-Peter Hammer.
Mit der langjährigen Bildungsministerin Doris Ahnen wechselt eine kompetente und versierte Politikerin das Ressort. In der Bildungspolitik erhofft sich der Landesvorsitzende von der neuen Finanzministerin die notwendigen Impulse und Schwerpunktsetzungen für ein gutes und zukunftsweisendes Bildungssystem in Rheinland-Pfalz. Eine große Baustelle, die Doris Ahnen in ihrem neuen Ressort übernehmen wird, ist der Bereich der BeamtInnenbesoldung. Die GEW hofft darauf, dass sie sich dafür einsetzt, dass die Lebensarbeitszeitverlängerung für Beamtinnen und Beamte überdacht und zumindest reformiert wird. Die derzeitige Vorlage führt zu unerträglichen sozialen Ungerechtigkeiten. Auch muss die neue Finanzministerin dafür Sorge tragen, dass die LandesbeamtInnen endlich an der allgemeinen Einkommensentwicklung teilhaben und dass nicht weiter an ihnen gespart wird. "Wir erinnern an das Versprechen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die angekündigt hat, dass das 1%-Besoldungsdiktat überdacht wird," betont der GEW-Landesvorsitzende.
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