Herausragende Pressebeiträge rund um das Thema "Lesen" prämiert

Ein Journalistenpreis mit besonderer bildungspolitischer Relevanz: Heute haben die Stiftung Presse-Haus NRZ und die Stiftung Lesen die diesjährigen Preisträger ihres gemeinsamen Dietrich Oppenberg-Medienpreises bekannt gegeben. Auf der Preisverleihung am 8. Dezember 2008 in Saarbrücken spricht die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Saarländische Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Annegret Kramp-Karrenbauer.

03.12.2008 Pressemeldung Stiftung Lesen

Der American Way of Life und eine lebendige Lesekultur - wie passt das zusammen? Annette Zerpners Reisereportage in den amerikanischen Alltag zeigt: vielerorts ausgesprochen gut. Für ihren Text "Die USA - ,a nation of avid readers´?" im Magazin "scripten 11" wird die 36 Jahre alte Freie Journalistin aus Berlin mit dem ersten Preis des Dietrich Oppenberg-Medienpreises 2008 in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet. Das gaben die Initiatoren, die Stiftung Presse-Haus NRZ und die Stiftung Lesen, heute bekannt.

Die Jury würdigt Zerpners Reportage als "aufschlussreiche Positionsbestimmung der Buchkultur in einer von sozialen und politischen Widersprüchen geprägten Gesellschaft" - und dies wiederum sei "nicht nur jenseits, sondern auch diesseits des Atlantik" relevant. Insgesamt vier herausragende journalistische Beiträge zum Thema Lesekultur zeichnet der seit 2001 vergebene Dietrich Oppenberg-Medienpreis jährlich aus. Die Preisverleihung 2008 findet in Anwesenheit der KMK-Präsidentin und Saarländischen Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Annegret Kramp-Karrenbauer am 8. Dezember in Saarbrücken statt.

Die in Paris lebende Freie Journalistin Katharina Born (35) belegt den mit 1.500 Euro dotierten zweiten Platz des Dietrich Oppenberg-Preises 2008. Ihre in der Jüdischen Allgemeinen Zeitung erschienene Rezension "Bibliotherapie. Wie Georges-Arthur Goldschmidt über die Literatur zur Sprache zurückfand" über einen autobiographischen Essay des renommierten Autors und Übersetzers ist laut Jury "ein überzeugendes Plädoyer für das Lesen - weit über das besprochene Buch hinaus." Den dritten Preis in Höhe von 1.000 Euro erhält der Bamberger Journalist Herbert Mackert (39) für seinen in der Gesellschafter-Zeitung veröffentlichten Beitrag "Ohne Mitleidsschiene". Sein Thema: die Nürnberger Obdachlosenzeitung "Straßenkreuzer". Laut Jury ist Mackerts Porträt der Publikation und der Menschen, die das Projekt ermöglichen, "eine Reportage, die den Konnex von Lesekultur und bürgerschaftlichem Engagement in exemplarischer Weise verdeutlicht." Mit dem diesjährigen Sonderpreis (1.000 Euro) würdigt die Jury die in Düsseldorf lebende Journalistin und Autorin Dr. Mithu M. Sanyal (37), die aufgrund ihres herausragenden publizistischen Wirkens in diesem Themenbereich bereits zum dritten Mal den Oppenberg-Preis erhält. Ihr in WDR 5 "Scala" ausgestrahltes Hörfunk-Feature "Freunde mit Seitenzahlen - über das Leben mit Büchern", in dem passionierte Leser von 4 bis 84 Jahren zu Wort kommen, sei ein "faszinierendes Hör-Erlebnis zum Thema Lese-Erlebnis."

Zum Hintergrund: Der im Jahr 2000 verstorbene Namensgeber, Dietrich Oppenberg, war Gründer und langjähriger Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung in Essen und ein Förderer der publizistischen Kultur in Deutschland.

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Stiftung Lesen

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