Internationaler Brückepreis in Görlitz verliehen

"Die Sprache von Kunst und Kultur befähigt uns auf ihre eigene Weise, den gemeinsamen Schatz des europäischen Erbes wieder zu heben und seinen Reichtum zu mehren. War es doch das unsichtbare Band der Kultur, welches die Menschen in ganz Europa über die Zeiten der Trennung miteinander verbunden hielt", sagte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange heute aus Anlass der Verleihung des Internationalen Brückepreises der Europastadt Görlitz/ Zgorzelec.

09.11.2007 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Es komme nicht von ungefähr, dass diese Stadt, in deren Geschichte und Zukunft Brücken eine große Rolle spielen, einen Preis zur Ehrung von Persönlichkeiten stiftet, die sich im herausragendem Maße um die demokratische Entwicklung und Verständigung in Europa verdient gemacht haben. Im Ergebnis des 2. Weltkrieges selbst in einen deutschen und polnischen Teil getrennt, stehe die Europastadt Görlitz/Zgorzelec nach dem Fall des Eisernen Vorhangs in beispielhafter Weise für die Idee der europäischen Einigung.

Mit Arvo Pärt gehe der Brückepreis in diesem Jahr an einen der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten aus Estland. Den zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern und ihrer Arbeit komme auf dem Weg in die europäische Zukunft eine ganz besondere Rolle zu. "Sie eröffnen uns neue Wahrnehmungen des Anderen und weisen uns Perspektiven, die uns sonst verstellt bleiben würden", so Ministerin Dr. Stange.

Der Brückepreis wird von der Stadt Görlitz/ Zgorcelec seit 1993 verliehen.


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