Kinderschutzbund begrüßt Beschlüsse

Der Deutsche Kinderschutzbund begrüßt die im Rahmen des zweiten Konjunkturprogramms der Bundesregierung beschlossenen Investitionen in Bildungseinrichtungen und den einmaligen Zuschuss von 100,- Euro auf das Kindergeld.

13.01.2009 Pressemeldung Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V. (DKSB)

Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) freut sich, "dass beim Konjunkturpaket auch die Kinder, die in Armut leben, nicht ganz vergessen wurden und der Hartz IV-Regelsatzes für Kinder bis zum 13. Lebensjahr angehoben wird. Trotzdem besteht für diese Kinder weiterhin dringender Nachbesserungsbedarf."

Die Erhöhung der Investitionen für Kinderbetreuungsplätze, Schulen und Universitäten sind seit langem überfällig. Neben einem Ausbau an Betreuungsplätzen sowie notwendigen Sanierungsmaßnahmen sind aber auch Qualitätsmaßnahmen (z.B. zur Qualitätssicherung in der Kinderbetreuung) bei den Investitionen zu berücksichtigen.

Der einmalige Zuschuss von 100,- Euro auf das Kindergeld ist zu begrüßen, führt aber nicht nachhaltig zu einer finanziellen Entlastung von Familienhaushalten. Zudem kommt der einmalige Zuschuss armen Familien, die von Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII leben, nicht zu Gute. Um diese Familien zu unterstützen, hat die Bundesregierung die Anhebung des Hartz IV-Regelsatzes für Kinder bis zum 13. Lebensjahr auf 70% des Erwachsenenregelsatzes und somit auf 246,- Euro monatlich beschlossen. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Heinz Hilgers: " Nach Meinung des DKSB reicht eine Erhöhung um 10 Prozent aber nicht aus, so dass der Regelsatz auch weiterhin nicht bedarfsgerecht ist."
Die Herleitung des Regelsatzes vom Erwachsenenregelsatz führt nach Meinung des DKBS an den tatsächlichen Lebensbedingungen von Kindern vorbei. "Deshalb fordert der Deutsche Kinderschutzbund seit langem eine eigene Berechnung der Kinderregelsätze und deren deutliche Erhöhung. So lange das nicht verwirklicht ist, müssen einmalige Beihilfen für besondere Bedarfe wieder eingeführt werden" so Hilgers weiter.


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