Brandenburg

Kooperationsstelle inklusives Aufwachsen startet

Die neue "Kooperationsstelle inklusives Aufwachsen" hat heute ihre Arbeit aufgenommen. Die Schnittstelle mit Sitz in Potsdam will jungen Menschen mit Behinderungen den Zugang zu Unterstützungs- und Hilfeangeboten im Land Brandenburg erleichtern.

18.10.2013 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Zentrale Aufgabe ist es, die Arbeit der verschiedenen an der Inklusion beteiligten Akteure im Land wie beispielsweise Kitas, Schulen und kommunale Ämter durch Moderation, Beratung und Qualifikation zu unterstützen. Außerdem sollen die unterschiedlichen Leistungssysteme für Eltern und Kinder besser aufeinander abgestimmt und gebündelt werden. Das Projekt wird vom Bildungsministerium und dem Sozialministerium mit rund 150.000 Euro aus Lottomitteln gefördert. Träger ist kobra.net Kooperation in Brandenburg.

Bildungsministerin Martina Münch macht erneut deutlich, dass die Umsetzung der Inklusion Aufgabe der gesamten Gesellschaft ist. "Die ,Schule für alle' kann nur gelingen, wenn alle Partner an einem Strang ziehen Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen aber auch Schulträger und die Verantwortlichen in den Jugend-, Gesundheits- und Sozialämtern vor Ort. Jeder muss die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Kindes oder Jugendlichen bestmöglich berücksichtigen und darauf eingehen."

Sozialminister Günter Baaske sagt: "Eine inklusive Gesellschaft erfordert das Engagement aller. Die Vernetzung der verschiedenen Akteure durch die neue Kooperationsstelle ist deshalb ein weiterer wichtiger Schritt für das Land Brandenburg bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Unser Ziel ist, dass Menschen mit Behinderungen ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft sind. Vor allem Kinder und Jugendliche brauchen eine optimale Unterstützung, damit sie ihre Persönlichkeiten, ihre Begabungen und Fähigkeiten voll entfalten können. Wir müssen den Alltag in allen Lebensbereichen so gestalten, dass jeder Mensch von Anfang an eingeschlossen wird. Voraussetzung dafür ist auch ein inklusives Bewusstsein in der Öffentlichkeit."

Die "Kooperationsstelle inklusives Aufwachsen" ist ein eigenständiges Projekt, das bei kobra.net Kooperation in Brandenburg als unabhängige und gemeinnützige GmbH in Potsdam angesiedelt ist. Zur Kooperationsstelle gehören die Landeskooperationsstelle Schule Jugendhilfe, die Serviceagentur Ganztag und die Servicestelle Schülerfirmen. Das Hauptziel aller kobra.net-Aktivitäten besteht darin, die Bildungsqualität und die Partizipationschancen junger Menschen zu verbessern.

Die "Kooperationsstelle inklusives Aufwachsen" ist zunächst für eine Laufzeit von drei Jahren konzipiert. Das Bildungsministerium stellt für die Arbeit eine Lehrerstelle im Rahmen einer Hinzuziehung bereit.

Zu den Aufgaben zählt unter anderem die verstärkte Sensibilisierung für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bei Leistungsträgern wie Schulen, Kinder- und Jugendhilfe und Sozialhilfe. Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, medizinisch-therapeutisches Personal, Eingliederungshelferinnen und -helfer, Verantwortliche für Bau- und Raumgestaltung sowie Verkehrsbetriebe sollen mit Beratungen und Qualifizierungen unterstützt werden. Auch Eltern sollen über die verschiedenen Unterstützungsangebote beraten und entsprechend vermittelt werden.


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