Kultusminister Olbertz bei Gedenkfeier zum 65. Todestag der Geschwister Scholl

Am 22. Februar 2008 findet anlässlich des 65. Jahrestages der Ermordung der Geschwister Hans und Sophie Scholl durch die Nationalsozialisten eine Gedenkveranstaltung in der Magdeburger Johanniskirche statt.

21.02.2008 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Die Veranstaltung wird durch das Magdeburger Geschwister-Scholl-Gym­nasium organisiert und beginnt um 14.00 Uhr. An der Gedenkveranstaltung werden Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz und der Magdeburger Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper teilnehmen und kurze Ansprachen halten.

Kultusminister Olbertz äußerte sich im Vorfeld zum Anliegen der Veranstaltung. "Ich bin beeindruckt von dem Engagement der Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymansiums, die sich so engagiert mit dem Nationalsozialismus und den Lehren, die daraus für unsere Zeit zu ziehen sind, auseinandersetzen. Sie werden damit auf vorbildliche Weise dem Namen ihrer Schule gerecht".

Gerade in der heutigen Zeit sei es sehr viel schwieriger geworden, die Methoden zu erkennen, die rechtsradikale Organisationen oder Parteien benutzen, um junge Menschen zu manipulieren, so der Minister. "Deshalb ist es um so wichtiger, sich mit demokratiefeindlichen Parolen, deren Hintergründen sowie den historischen Bezügen zu beschäftigen, mit Zeitzeugen zu sprechen und solchen Tendenzen aktiv entgegenzutreten."

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium engagiert sich in dieser Auseinandersetzung auch mit dem Projekt "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage", für das Olbertz die Patenschaft übernommen hat.

Mit der Umsetzung des Projektes treten die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte des Gymnasiums ein für

· mehr Toleranz und Achtung der Grundrechte,

· die Verhinderung der Einflussnahme rechter und rassistischer Kräfte auf unsere Gesellschaft,

· den Einsatz gegen Diskriminierung jeglicher Art,

· die Erziehung zur Verantwortungsübernahme für eine demokratische und solidarische Gesellschaft,

· die offene Auseinandersetzung mit Tendenzen von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus,

· die Erziehung zu Weltoffenheit.


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