Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz eröffnet am 27. März im Festsaal des Schlosses Luisium das diesjährige kulturelle Themenjahr. Es ist den "Frauen im 18. Jahrhundert" gewidmet und wird von der Kulturstiftung DessauWörlitz betreut.

Seit 2003 fasst die Landesinitiative "Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert" museale Einrichtungen im Lande zusammen, die einen Forschungs- Ausstellungs- oder Sammlungsschwerpunkt zum 18. Jahrhundert aufweisen. Partner für die jeweiligen Themenjahre sind Universitäten, Bibliotheken, der Verein "Gartenträume" und in diesem Jahr die Initiative "Frauenorte". Das Landesprojekt hat sich mittlerweile zu einer kulturellen und touristischen Attraktion in Sachsen-Anhalt entwickelt. Es wird vom Kultusministerium Sachsen-Anhalt gefördert. Die Gesamtprojektleitung liegt beim Gleimhaus Halberstadt.

25.03.2008 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Das diesjährige Themenjahr "Frauen im 18. Jahrhundert" geht der Frage nach, welchen Anteil die Frauen an der gesellschaftlichen, politischen und künstlerischen Entwicklung in der Zeit der Aufklärung hatten. Die Quedlinburgerin Dorothea von Erxleben zum Beispiel promovierte als erste deutsche Ärztin. Und eine Frau aus Zerbst erhielt als erste Frau den Beinamen "die Große": Zarin Katharina II. Ebenso wird das Leben u.a. von Bäuerinnen oder von Stiftsdamen thematisiert.

Höhepunkt des Themenjahres wird im Juni die Eröffnung des Hauses der Fürstin Louise Henriette Wilhelmine von Anhalt-Dessau in Wörlitz sein. Erstmals sind dann Haus und Garten der Fürstin der Öffentlichkeit zugänglich. Weitere Ausstellung in den Museen Sachsen-Anhalts sind in Vorbereitung, z.B. zu Dorothea Erxleben (Quedlinburg), zu den "Frauen im Leben des Fürsten Franz" (Dessau), zur Rezeption von antiken Frauenbildnissen (Stendal), zu bürgerlichen Frauenbiografien (Halle) und zu "Liebe, Frauen und Tod bei Novalis" (Wiederstedt).

2009 wird das Thema "Alltagswelten" vom Schlossmuseum in Quedlinburg betreut.


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