Kultusministerin Henzler wirbt für Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft gegen drohenden Fachkräftemangel
Die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler hat heute in Frankfurt auf einer Bildungsveranstaltung der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen mit dem Titel "Kapital Bildung - Fachkräftemangel" für eine engere Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft geworben, um gemeinsam dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. "Wir können es uns nicht leisten, auch nur auf einen einzigen Kopf zu verzichten", sagte Henzler. Die Landesregierung bemühe sich daher mit einer ganzen Reihe von Initiativen darum, alle Jugendlichen so gut wie möglich auf Ausbildung und Beruf vorzubereiten.
30.11.2010 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenHenzler nannte als Beispiele die neue Mittelstufenschule, in der die Berufsorientierung bereits sehr früh über eine intensive Zusammenarbeit mit einer Beruflichen Schule beginne. Enge Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben würden darüber hinaus vor allem durch die Projekte OloV ("Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen") und QuABB ("Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb") gefördert. Zusätzlich gebe es landesweit viele Patenschaften von Menschen, die aus dem Beruf ausgeschieden seien und jetzt Schülerinnen und Schüler dabei unterstützten, einen guten Berufseinstieg zu finden. "Diese Patenschaften sollten wir gemeinsam mit den Kammern und Verbänden der Wirtschaft bündeln und in einem Netzwerk zusammenführen."
Die Ministerin warnte davor, eine Debatte "Bildung versus Berufvorbereitung" zu führen. "Statt dessen sollten Politik und Wirtschaft weiterhin Hand in Hand zum Wohl unserer Schülerinnen und Schüler arbeiten, denn sie sind die Zukunft dieses Landes. Die Landesregierung und das Kultusministerium stehen jederzeit für einen intensiven Dialog über die besten Konzepte zur Verfügung."
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