"Kunst privat!"

Am 14. und 15. Juni finden in Hessen wieder die Tage der Unternehmens-Kunstsammlungen "Kunst privat!" statt. Auch 2008 öffnen zahlreiche kleinere und größere Firmen in ganz Hessen sowie zwei wirtschaftsnahe Institutionen ihre Kunstsammlungen für die interessierte Öffentlichkeit. In Führungen präsentieren die Teilnehmer ihre Sammlungen und erläutern deren Entstehung und Entwicklung. Initiiert wurde diese gemeinsame Aktion vom Hessischen Wirtschaftsministerium und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Am Mittwoch stellten in der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main, die sich auch mit ihrer Kunstsammlung an der Aktion beteiligt, die zuständigen Ministerien und die beteiligten Firmen ihr gemeinsames Projekt vor.

04.06.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

"Kunst und Kulturwirtschaft gewinnen als Impulsgeber und als dynamischer Wirtschaftsbereich eine immer größere Bedeutung. Es ist eine einmalige Chance, dass Kunstinteressierte aus Hessen und darüber hinaus Einblick in die Sammlungen von Repräsentanten der Wirtschaft bekommen. Es ist gut und richtig, wenn Unternehmen ihre Kunstbestände der Öffentlichkeit vorstellen", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Klaus-Peter Güttler.

Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, sprach von einer Aktion des "Good Corporate Citizenship", die das Land Hessen als Kulturstandort weiter stärke. Neben den umfangreichen und hervorragenden Beständen der Großunternehmen gebe es eine erfreuliche Vielzahl von sehr interessanten kleineren Sammlungen mit bemerkenswerten Kunstwerken in mittelständischen Firmen. Er freue sich sehr, dass immer mehr Betriebe die Arbeitsstätten und den Arbeitsalltag durch Kunstwerke bereicherten und sich von der Kreativität der Künstlerinnen und Künstler inspirieren ließen.

Worten der Staatssekretäre profiliert "Kunst privat!" das Land Hessen noch stärker als wichtigen Standort gesellschaftlich verantwortungsbewusster Unternehmen.

Dr. Gerald Grisse, Vorsitzender des Kunstausschusses der EZB, hob hervor: "Kunst ist gerade in einer europäischen Institution wie der EZB ein sehr geeignetes Vehikel, um den Reichtum und die Vielfalt der Kulturen Europas ohne Sprachbarrieren sichtbar und erlebbar zu machen. Wir freuen uns, wenn wir durch Initiativen wie "Kunst privat!" diese Erfahrung mit Bürgerinnen und Bürgern Hessens teilen können und sind deshalb schon von Anfang an mit Begeisterung dabei."

""Art Works" - so das Motto unserer Kunstsammlung. "Die zeitgenössische Kunst wirkt in der Deutschen Bank als Katalysator für Innovation und Kommunikation," betonte Friedhelm Hütte, Global Head von Deutsche Bank Kunst, "sie bringt Menschen zueinander und miteinander ins Gespräch. Sie inspiriert dazu, Dinge aus unterschiedlichen und oft neuen Perspektiven zu sehen."

Astrid Kießling, Kuratorin Kunstsammlung Dresdner Bank betonte: "Kunst privat! ist ein voller Erfolg - für die Besucher, die Unternehmen und nicht zuletzt für die Kunst."

Manfred Greis, Leiter Unternehmenskommunikation der Viessmann Werke, ist der Auffassung, dass es zur unternehmerischen Verantwortung gehört, die Region durch kulturelle Impulse aufzuwerten: "Das rege Besucherinteresse an "Kunst privat!" bestätigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, dass wir im Umgang mit Kunst eine Vorbildfunktion einnehmen."

Geschäftsführer Burkhard Rosskothen verdeutlichte die Bedeutung der gemeinsamen Aktion für die Agentur einfallsreich: "Die Exponate unserer Kunstsammlung sind ganz praktisch Motoren unserer kreativen Prozesse im Beuysschen Verständnis, dass Kunst der Erweiterung der Sinne dient. Darin sind sowohl unsere Kunden als auch die Künstler selbst einbezogen, deren Denken und Schaffen wir in unseren Internet-TV-Produktionen einer größeren Öffentlichkeit nahebringen. Anlässlich von "Kunst privat!" begrüßen wir es besonders, unsere Nachbarn und die interessierte Öffentlichkeit in den Kunstprozess einzubeziehen."

Dr. Peter Joch, Direktor der Kunsthalle Darmstadt: "Kunst privat! macht direkt doppelt neugierig - auf die Kunst, aber auch auf die einzelnen Sammlungen als Teil der jeweiligen Unternehmenskultur. Wir werden aktuelle, hochwertige Kunstwerke erleben und gleichzeitig erfahren, wie Vertreter der Wirtschaft zeitgenössische Kunst wahrnehmen und fördern, wie sie sich selbst als Teil des kulturellen Lebens verstehen. Diese Perspektive ist um so interessanter, als Kunst seit jeher in Zusammenhang mit dem Finanzmarkt steht und entsteht. Dabei bleibt Kunst aber auch immer ein Hort von Freiheit, symbolischer Anarchie und Subjektivität, lässt sich nicht vereinnahmen. Genau diese Doppelbödigkeit ist vielleicht das spannendste Moment von "Kunst privat!"."

Nähere Informationen zu den einzelnen Sammlungen unter www.kunstprivat.info sowie Hotline 069 / 40 562 555.


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