Kunstminister Udo Corts startet größtes Filmfinanzierungsprogramm in Hessen

Den in Kürze erfolgenden Start des größten Filmfinanzierungsprogramms in Hessen mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro hat Udo Corts, Hessens Minister für Wissenschaft und Kunst, heute in Berlin während eines Empfangs der Landesregierung auf der Berlinale bekannt gegeben.

15.02.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

"Ab sofort", so der Minister, "können Anträge für unser neues Programm "FilmFinanzierungsFonds Hessen-Invest Film" bei der Investitionsbank Hessen (IBH) eingereicht werden. Ich bin froh, dass wir endlich ans Werk gehen können."

Die schnelle Umsetzung des Finanzierungsprogramms, so Corts, habe für ihn höchste Priorität. EU-rechtliche Bedenken, die in den vergangenen Wochen vorgetragen worden seien, müssten geprüft werden, betonte der Minister. Er gehe aber davon aus, dass die EU-Kommission keine Einwände gegen das Finanzierungsprogramm erheben werde, da sonst die gesamte Filmförderung in Deutschland zur Disposition stünde. Um weiteren Zeitverzug zu vermeiden, werde das Programm deshalb am 15. April 2006 gestartet. Udo Corts: "Unser Fahrplan sieht vor, dass die entsprechende Bewertungskommission Mitte Mai zur ersten Arbeitssitzung zusammen kommt.

Der "FilmFinanzierungsFonds Hessen-Invest Film" ist ein Bürgschaftsprogramm des Landes, das die Schlussfinanzierung von Filmproduktionen ermöglicht. Mit einem Volumen von 20 Millionen Euro hat es eine Laufzeit von zunächst vier Jahren. Die Investitionsbank Hessen refinanziert das Fondsvolumen über den Kapitalmarkt. Mit dem "FilmFinanzierungsFonds Hessen-Invest Film" sollen Investitionen in ökonomisch viel versprechende Filmprojekte eingebracht werden. Ziel ist es, Rückflüsse und Gewinne zu erzielen, um das Kulturgut Film in seiner deutschen und europäischen Ausprägung im internationalen Wettbewerb zu stärken und besonders den Film- und Medienstandort Hessens weiter voran zu bringen. Dabei möchte das Land nicht nur an den Risiken, sondern auch an den Erfolgen des Projekts gleichermaßen beteiligt werden.

Im Rahmen des Förderprogramms stehen von 2006 bis 2009 pro Jahr 5 Millionen Euro zur Verfügung. Entscheidungen zur Finanzierung erfolgen unter besonderer Berücksichtigung von Risiko-Einschätzungen und Rendite-Chancen der Projekte und der Bonität der Antragsteller. Bonitäts- und Risiko-Analysen werden von der IBH durchgeführt. Für die Darlehen sind laufende Zinszahlungen in Höhe von 2 Prozent fällig.

Mit dem Deutschen Filminstitut und t-online präsentierte der Minister darüber hinaus den Start der wichtigsten deutschen Filme als VIDEO ON DEMAND und die Broschüre "Filmland Hessen", die die Pluspunkte Hessens auf diesem Sektor deutlich macht. Besonders zu nennen ist in diesem Zusammenhang der Hessische Film- und Kinopreis als herausragende Auszeichnung für Filmemacher und Kinobetreiber mit den Partnern Hessischer Rundfunk und Frankfurter Buchmesse. Außerdem hinaus ist Hessen Gastgeber für eine Fülle wichtiger Filmfestivals, besitzt mit dem vielfach ausgezeichneten "Traumstern Lich" das zum besten Programmkino in Deutschland gewählte Lichtspieltheater. Schließlich ist die Rhein-Main-Region Standort einer ganzen Reihe wichtiger Film-Institutionen.


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