Kunstministerin will kulturelle Bildung noch stärker fördern
"Kulturelle Bildung unterstützt Menschen in ihrer Persönlichkeitsbildung und stärkt deren soziale, kommunikative und kreative Fähigkeiten", sagte Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange heute im Sächsischen Landtag aus Anlass einer Debatte zum Thema "Sachsen stärkt kulturelle Bildung". Erstmals sei es mit dem Doppelhaushalt 2009/2010 gelungen, Mittel für die kulturelle Bildung in Höhe von 600 000 Euro jährlich zusätzlich einzustellen. Dies sei ein deutliches Signal für die Akzeptanz der kulturellen Bildung im Freistaat. Damit trüge der Freistaat den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung und den Empfehlungen der Enquete Kommission Kultur des Bundes Rechnung. "Für eine zielgenaue und kontinuierliche Förderung der kulturellen Bildung muss es gelingen, eine Verstetigung der Mittel zu erreichen. Das gilt nicht nur für das Land, sondern sollte auch ein Anspruch aller Träger kultureller Einrichtungen sein", so Dr. Stange.
23.01.2009 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusZiel sei es, Netzwerke zu unterstützen, die die Akteure miteinander verzahnen und so die Zusammenarbeit von Schule, Kulturschaffenden und Trägern der sozialen Arbeit zu verbessern. "Dazu müssen dauerhafte Kooperationsformen geschaffen werden, um die Nachfrage nach kultureller Bildung durch Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen mit bestehenden Angeboten wie Theatern, Museen, Bildenden Künstlern oder Literaten zu vernetzen." Seit Anfang des vergangenen Jahres gebe es bereits eine interministerielle Arbeitsgruppe (SMS, SMK, SMWK), die das auf dem Gebiet der Kunst und Kultur bereits bestehende Angebot mit dem vorhandenen Bedarf der Schulen und Kitas koordinieren und vernetzen hilft. Das gilt vor allem für die Gestaltung von Ganztagsangeboten bzw. die Umsetzung des Anspruchs kulturell-ästhetischer Bildung im Kindertagesstättenbereich. Eine gemeinsame Beratung von SMK, den Ansprechpartnern der Sächsischen Bildungsagenturen sowie dem SMWK und den Ansprechpartnern aus den Kulturräumen sei dazu im kommenden Monat vorgesehen.
"Wir werden mit dem Projekt "Jedem Kind ein Instrument" Kindern aus allen sozialen Gruppen frühzeitig die Möglichkeit geben, durch musische Bildung Kreativität, Selbstbewusstsein und Konzentrationsfähigkeit neben der Liebe zur Musik auszubilden." 350.000 Euro pro Jahr sollen allein zum Aufbau dieses Projekts in den kommenden zwei Jahren eingesetzt werden.
"Kulturelle Bildung ist nicht die Sahnehaube, die nach Belieben weggelassen werden kann. Sie muss zum Kernbestandteil der Arbeit der Kultureinrichtungen gehören und auf gut vorbereiteten Boden in den Bildungseinrichtungen treffen. Nur so wird sie zur Selbstverständlichkeit", so Dr. Stange. Kulturelle Bildung sei ein unverzichtbares Element für die Zukunft des Freistaates. Der Freistaat sehe sich daher zwingend in der Verantwortung, die kulturelle Bildung zu stärken.
Den Link zur kompletten Rede finden Sie weiter unten.
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Rede von Frau Staatsministerin Dr. Stange
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