Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2007 geht an Prof. Otto Möhwald

Der mit 7500 Euro dotierte Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt geht in diesem Jahr an den in Halle lebenden Maler Prof. Otto Möhwald. Die Preisverleihung durch Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz findet voraussichtlich am 1. Dezember 2007 in der Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, statt.

08.05.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Eine Jury unter Vorsitz von Kultursenator Wilfried Eckstein hatte in ihrer Sitzung am 18. April 2007 dem Kultusminister diese Empfehlung ausgesprochen.

Prof. Otto Möhwald ist in einer Reihe zu nennen mit Künstlern wie z.B. Charles Crodel, Erwin Hahs, Hermann Bachmann, Ulrich Knispel, Herbert Kitzel, Kurt Bunge und anderen, die gegen Ende der 40er und in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts den Ruf einer halleschen Malschule begründet haben.

Im Gegensatz zu manch anderem Künstler habe er sich, so die Jury, keinerlei kurzlebigem Kunsttrend unterworfen, sondern ganz auf sich konzentriert ein von großer Ruhe, Nachdenklichkeit und künstlerischer Eigenständigkeit geprägtes Werk geschaffen. Es spiegele sich darin eine durch die Erfahrungen der Vertreibung und des schwierigen künstlerischen Anfangs beeinflusste skeptische Haltung von großer Tragweite und Tiefe, die sein Werk über Sachsen-Anhalt hinaus bedeutsam machte.

Der Einfluss dieses Werkes auf die gleichaltrige Generation sowie auf den künstlerischen Nachwuchs ist erheblich. So war es auch nur folgerichtig, dass Otto Möhwald nach der Tätigkeit als Lehrbeauftragter von 1993 bis 1998 als Professor für Malerei an der Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design Halle lehrte. Er steht wie nur wenige andere bildende Künstler dieses Landes mit seinen Arbeiten für hohe künstlerische Qualität und Kontinuität.

"Mit der Auszeichnung Prof. Otto Möhwalds wird ein Maler geehrt, der in seiner bescheidenen, aber kompromisslosen künstlerischen und menschlichen Haltung für viele Kollegen nach wie vor Vorbildfunktion hat", sagte Kultusminister Prof. Dr. Olbertz. "Der Künstler gehört jener Generation an, die durch Krieg und Nachkriegszeit eine harte Schule der Selbstbehauptung und Selbstfindung zu durchleben hatte. Das hat wesentlich die beeindruckende Beständigkeit und Kompromisslosigkeit auch von Otto Möhwald in seinem Ringen um gültige künstlerische Ausdrucksformen und -werte geprägt."


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