Landesregierung zeichnet Sieger des Wettbewerbs "Echt gut!- Ehrenamt in Baden-Württemberg" aus
"Eine intakte Gesellschaft braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger, die den Zusammenhalt stärken und dort helfen, wo staatliche Einrichtungen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stoßen. Jeder, der sich zusätzlich zu seinen alltäglichen Aufgaben für das Gemeinwohl einsetzt, leistet einen unverzichtbaren Beitrag für ein menschliches Miteinander in unserer Gesellschaft." Dies sagten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und der Ehrenamtsbeauftragte der Landesregierung, Kultusstaatssekretär Georg Wacker, am Freitag (16. Januar) beim Festakt für die Sieger des Wettbewerbs "Echt gut! - Ehrenamt in Baden-Württemberg" im Neuen Schloss in Stuttgart. "Ehrenamt hat viele Gesichter. Mit der heutigen Veranstaltung möchten wir Sie, die oft genug im Hintergrund wirken, in den Mittelpunkt stellen", betonten Oettinger und Wacker.
16.01.2009 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergDer Ehrenamtswettbewerb "Echt gut!" ist eine Gemeinschaftsaktion der Landesregierung, der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, der Sparkassen in Baden-Württemberg und der Landesstiftung Baden-Württemberg.
Beim Wettbewerb "Echt gut!" werden bereits im fünften Jahr Einzelpersonen, aber auch Gruppen, Vereine, Projekte und Initiativen für herausragendes ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement mit der "Echt gut!"-Trophäe ausgezeichnet. Mehrere unabhängige Fachjurys haben jeweils zehn Projekte in sechs Kategorien ausgewählt, die sich vom 13. Oktober bis zum 12. Dezember 2008 im Internet und in der "Echt-gut!"-Wahlzeitung einer öffentlichen Abstimmung gestellt haben. Über 26 000 Bürgerinnen und Bürger haben telefonisch oder online abgestimmt, wer "echt gut" ist. Beim Festakt ehrten Oettinger und Mitglieder der Landesregierung die drei Erstplatzierten jeder Kategorie.
Die Gewinner in den einzelnen Kategorien können sich über einen Scheck in Höhe von jeweils 2500 Euro und die Zweit- und Drittplatzierten über einen Scheck in Höhe von jeweils 500 Euro freuen. Als Trophäe erhielten die Sieger einen Pokal der Porzellanmanufaktur Majolika Karlsruhe.
Der Sonderpreis "Junge Macher" der Landesstiftung Baden-Württemberg ging an die Jugendkapelle der Gemeinde Krauchenwies. Oettinger überreichte den Preis zusammen mit Herbert Moser, Geschäftsführer der Landesstiftung Baden-Württemberg. "Jugendliche sind echte Macher. Sie setzen sich für Andere ein und leisten Beachtliches für unsere Gesellschaft. Der Sonderpreis der Landesstiftung soll Würdigung und Ansporn sein, auch in Zukunft dem Ehrenamt treu zu bleiben", sagte Herbert Moser bei der Preisverleihung.
Den ersten Preis in der Kategorie "Umwelt und nachhaltige Entwicklung" erhielt der Heimat- und Verschönerungsverein Oberachern e. V. aus Achern-Oberachern. Der Ministerpräsident überreichte den Preis zusammen mit dem Amtschef des Umweltministeriums, Ministerialdirektor Bernhard Bauer.
In der Kategorie "Soziales Leben" sollen Personen und Gruppen ausgezeichnet werden, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen. Den Siegerscheck überreichten Oettinger und die Ministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Monika Stolz, an den Förderkreises für tumor- und leukämiekranke Kinder Ulm e. V.
"Besondere Freude bereitet es mir, wieder eine Initiative aus Ulm auszeichnen zu können", betonte Ministerin Stolz, in deren Ressort die Stabsstelle Bürgerengagement und Freiwilligendienste die bürgerschaftlichen Aktivitäten landesweit koordiniert.
Der Siegerpreis in der Kategorie "Lebendige Gesellschaft", der von den 54 baden-württembergischen Sparkassen gestiftet und vom Präsidenten des baden-württembergischen Sparkassenverbandes, Peter Schneider, überreicht wurde, ging an "Kinder in Not – Schwester Stefanie" aus Bruchsal. "Unser Land braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich für andere einsetzen. Die Sparkassen unterstützen daher Projekte, Initiativen und Vereine im ganzen Land. Unsere Philosophie ist: nah an den Menschen und fairer Umgang im Miteinander; das sind Voraussetzungen für eine lebendige und zukunftsfähige Gesellschaft", sagte Schneider.
Der von der EnBW Energie Baden-Württemberg AG gestiftete Sonderpreis "EnBW Ehrenamt Impuls" umfasst zusätzlich zum Preisgeld eine zweijährige finanzielle und fachliche Förderung. Sieger der Kategorie ist der Verein "Lichtblick-TAK e.V. für trauernde Kinder und Jugendliche und deren Familien" aus Heilbronn. "Die Preisträger aus Heilbronn, Calw und Ludwigsburg haben schon viel erreicht. Wir hoffen, dass die Vereine mit unserer Förderung noch weitere Ideen umsetzen können", so
Dr. Bernhard Beck, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der EnBW.
In der Kategorie "Sport und Kultur" ging der erste Preis an die "Historische Narrozunft Villingen 1584 e. V." aus Villingen-Schwenningen. Ministerpräsident Oettinger und Kultusstaatssekretär Wacker überreichten die Auszeichnung, die sich um den Erhalt der ehemaligen Zehntscheuer der Universität Freiburg kümmert, deren ältester Bauteil aus dem 13. Jahrhundert stammt.
Hinweis für die Redaktionen: Beschreibungen zu den Gewinnern und ihren Projekten finden Sie als Anlage zu dieser Pressemitteilung. Fotos der Gewinner stehen ab Samstag morgen (17. Januar) auf www.all4foto.de unter dem Link Ehrenamtsgala zum Download bereit (Login: ehrenamt; Passwort: ehrenamt). Die TV-Spots über die sechs Erstplatzierten erhalten Sie im Internet über den Link www.echt-gut-bw.de/ zum kostenlosen Download.
Anlage: Gewinner der sechs Kategorien
- Junge Macher
1. Platz: Jugendkapelle Gemeinde Krauchenwies, Krauchenwies-Hausen
Gemeinsames Musizieren unter jungen Menschen wird in der Gemeinde Krauchenwies groß geschrieben. Dazu trägt in hohem Maße das Engagement von Fabian Göggel, Annika Hofmann und Thomas Kempf bei. Die drei Jugendlichen organisieren selbstständig und eigenverantwortlich seit September 2006 eine Jugendkapelle in ihrem Ort, der alle Jugendlichen aller Musikvereine der Gemeinde Krauchenwies angehören. Zur Arbeit der Ehrenamtlichen gehören die Organisation der Proben und Auftritte, die Anschaffung von Noten und Ordnern sowie die Verwaltung des Projekts. Die Jugend-Combo tritt bei gemeinnützigen Veranstaltungen auf, beispielsweise im Seniorenheim Krauchenwies und in der Seelsorgeeinheit Krauchenwies-Rulfingen.
2. Platz: Mörike gegen Aids, Baltmannsweiler
Julian Aschenbrenner (17) ist es gelungen, in einem Zeitraum von nur fünf Monaten ein umfangreiches HIV-Präventionsprogramm auf die Beine zu stellen. Mit einem Team von 40 Ehrenamtlichen organisierte er für mehr als 800 Mitschülerinnen und Mitschüler des Mörike-Gymnasiums Esslingen Referate, Spiele, Filmvorführungen und Vorträge. Dem 17-Jährigen war es nicht nur ein Anliegen, Gleichaltrige über HIV aufzuklären, sondern sie auch zu Multiplikatoren auszubilden. Zum Abschluss des Projekts veranstalteten die Schüler am 6. Juni einen großen Benefizball, dessen gesamter Erlös in Höhe von 2.700 € der Aids-Hilfe Stuttgart e.V. gespendet wurde. Bei Presse, Hörfunk und Fernsehen erregte das Projekt großes Aufsehen.
3. Platz: Jugend kann auch anders, Mosbach-Reichenbuch
Eine Gruppe junger Menschen in Mosbach-Reichenbuch widerlegt seit mittlerweile mehr als drei Jahren eindrucksvoll das Vorurteil, dass die Jugend von heute angeblich nur faul herumsitzt und sich nicht gemeinnützig einzubringen vermag. Seit dem Start des Projekts "Jugend kann auch anders" im April 2005 haben sich etwa 300 Menschen in einer Vielzahl von Projekten ehrenamtlich eingebracht. Wann immer sie um Hilfe gebeten werden, springen die Jugendlichen ein, sei es, um das Feuerwehrhaus zu renovieren oder bei der Instandhaltung des örtlichen Schwimmbads zu helfen. Sogar eine eigene Jugend-Feuerwehr haben die Jugendlichen mittlerweile ins Leben gerufen.
- EnBW Ehrenamt Impuls
1. Platz: Lichtblick-TAK e.V. für trauernde Kinder und Jugendliche und deren Familien, Heilbronn
Halt und Beratung für Trauernde bietet Lichtblick-TAK e.V. aus Heilbronn. Hilfesuchende sind Kinder, Jugendliche und Familien, aber z.B. auch Schulen, die mit dem Tod konfrontiert werden. Eine gute Zusammenarbeit gibt es inzwischen mit den Beratungsstellen. Ziel ist es, den Trauernden wieder neue Kraft, Orientierung, Zuversicht und Lebensfreude zu vermitteln. Die Betreuung geschieht je nach individueller Situation in Gruppen, telefonisch oder im Einzelgespräch. Die Betroffenen haben bei Lichtblick-TAK e.V. die Freiheit im geschützten Rahmen über ihre Erfahrungen zu sprechen. Die psychologische und menschliche Begleitung hilft, den häufig traumatischen Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten.
2. Platz: Eltern AGs des Vereins der Freunde und Förderer der Grundschule Stammheim e.V., Calw
Seit 2005 veranstaltet der Schulförderverein Kurse und AGs für die Kinder der Klassen 1 bis 4. Eltern stellen ihr Wissen aus Beruf und Hobby ehrenamtlich zur Verfügung. So bietet ein Bäcker Backkurse an, ein Steinmetz meißelt Tierfiguren oder ein Elektroingenieur organisiert Technikkurse. Jährlich finden rund 70 Kurse mit bis zu tausend Teilnehmern statt. Es gibt darüber hinaus viele Sportangebote, eine Koch-AG, eine Tanz-AG und einen Chor. Alle Angebote finden in der freien Zeit der Eltern statt und ergeben dabei ein pädagogisch wertvolles Programm, das den Schulalltag bereichert.
3. Platz: Förderverein Bücherei Poppenweiler e.V., Ludwigsburg-Poppenweiler
Seit März 2004 wird die Bücherei im Ludwigsburger Stadtteil Poppenweiler von einem rund 20-köpfigen Team ehrenamtlich betrieben. Die ehemals städtische Bibliothek hätte ohne die Gründung des Fördervereins und des Engagements der Ehrenamtlichen geschlossen werden müssen. An den ca. 150 Öffnungstagen finden zahlreiche Veranstaltungen statt: Vorlesewettbewerbe und Autorenlesungen, "Märchen und Malen", "Eine Geschichte für dich" und viele mehr. Mit den umliegenden Grundschulen ist die Zusammenarbeit besonders intensiv, wie die Bibliotheksbesuche der Kinder der zweiten Klasse zeigen. So wird bei Kindern und Jugendlichen nicht nur der Spaß am Lesen, sondern auch die Lesekompetenz nachhaltig gefördert.
- Umwelt und nachhaltige Entwicklung
1. Platz: Heimat- und Verschönerungsverein Oberachern e.V., Achern-Oberachern
Der Heimat- und Verschönerungsverein Oberachern arbeitet seit über 80 Jahren ehrenamtlicn für das Gemeinwohl. Der Verein pflegt neben zahlreichen anderen Projekten seit über 5 Jahrzehnten einen wild-romantischen Fußweg, der durch die so genannte "Wolfsschlucht" im Gemeindewald von Oberachern geht. Nachdem der Weg durch den Orkan "Lothar" 1999 zerstört worden war, wurde er in diesem Jahr wieder in Stand gesetzt, indem z. B. vier Brücken neu errichtet wurden und der alte hölzerne Brunnen durch einen neuen Brunnen aus Sandstein ersetzt worden ist.
2. Platz: Das Imker-Projekt der Pfadfinder Calw - Stamm Sternfahrer, Calw
Mit ihrem Projekt leistet die Pfadfindergruppe einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Landschaftsschutz. Das Projekt steht in Kooperation zu örtlichen Imkervereinen, die unter großen Nachwuchssorgen leiden. Die Verkaufserlöse des gewonnenen Honigs sollen nachhaltig die wöchentliche soziale Gruppenarbeit der Pfadfinder finanzieren. Das Projekt leistet einen Bildungs- und Umwelterziehungsbeitrag und stellt eine nachhaltige Unterstützung für die Imkerei dar.
3. Platz: Eduard-Spranger-Gymnasium Filderstadt, Filderstadt
Seit Jahren werden im ESG Projekte entwickelt und verknüpft, die im Sinne der Agenda 21 arbeiten. Es gibt eine Energie-AG, die sich den Themen Energieberater und ressourcenschonende Verhaltensweisen sowie der Entwicklung von Modellen für die Nutzung regenerativer Energien (Aufwind-Kraftwerk, Fotovoltaik-Anlage) widmet.
Außerdem gibt es einen Schulgarten, in dem die Entwicklung einer ökologischen Gartenanlage (Amphibienschutz, Vogelschutz, Sumpfbereich, Milpa, Gewässerschutz, Wildbienenhotel) im Vordergrund steht. Darüber hinaus koordinieren Umweltmentoren Aktionen für die Dritte Welt (u. a. Pro Bolivia).
- Lebendige Gesellschaft
1. Platz: Kinder in Not - Schwester Stefanie, Bruchsal
Das Engagement umfasst Intervention und Prävention bei Kindern in Not aus sozial schwachen Familien. Kennzeichnend ist, dass es sich um eine Direkthilfe handelt. Schwester Stefanie besucht die Familien und überbringt die notwendigen Hilfsgüter (Lebens- u. Nahrungsmittel, Artikel für den täglichen Bedarf, Bekleidung, Bildung u. Förderung). Oft ist eine Ergänzung der Gesundheitsvorsorge bzw. Krankenhilfe notwendig. Wichtig ist ihr auch die sinnvolle Freizeitbeschäftigung von Kindern und Jugendlichen; so verteilt sie Spielsachen und besorgt mit Spendengeldern Karten für das Frei- bzw. Hallenbad. Über die Verteilung von Gütern hinaus unterstützt sie Jugendliche (z.B. Bewerbungsschreiben, "Mittagstisch").
2. Platz: Der Handwerkerhof e.V., Waldbronn
Der Verein "Der Handwerkerhof e.V." betreibt und unterhält in Billigheim einen ehemaligen Bauernhof, der nun genutzt wird, um Kinder- und Jugendgruppen unter ehrenamtlicher Anleitung traditionelle Handwerke nahe zu bringen. Eingerichtet sind inzwischen eine Schreinerei, eine Schmiede sowie eine Töpferei. Der Handwerkerhof dient als Ort der Begegnung und der Kontakte, Jung und Alt treffen sich hier und dürfen werken und feiern, schulen und singen, nachdenken und abschalten. Derzeit wird in Eigenarbeit ein neues Gebäude für die Unterkunft von Jugendgruppen erstellt. Finanziert wird das Projekt weitgehend über Spenden.
3. Platz: Fit fürs Leben für Förderschüler, Sinsheim
Der Förderverein setzt sich für Förderschüler der Carl-Orff-Schule Sinsheim ein. Durch seine finanzielle Unterstützung gibt es an der Schule neben der Schulsozialarbeit auch Nachmittagsbetreuung und Freizeitangebote. Darüber hinaus können die Kinder in der Schule Mittag essen und nachmittags in einem Hort betreut werden. Die eigens dafür eingerichtete Hortküche musste aufgrund der hohen Nachfrage ausgebaut werden, ebenso wurde eine zweite Hortgruppe eröffnet. In Planung ist derzeit ein Kaffeehaus im Zentrum von Sinsheim, das nach der Fertigstellung 16 Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Förderschüler/-innen stellen wird.
- Sport und Kultur
1. Platz: Historische Narrozunft Villingen 1584 e.V., Villingen-Schwenningen
Die Narrozunft hat sich den Erhalt der ehemaligen Zehntscheuer der Universität Freiburg, deren ältester Bauteil aus dem 13. Jahrhundert stammt, auf die Fahnen geschrieben. Die Zehntscheuer ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmale in Villingen-Schwenningen. Da sie für eine private Nutzung kaum in Frage kommt, stand sie seit Jahren leer. Um die Zehntscheuer vor dem Zerfall zu retten, hat die Narrozunft sie erworben und baut sie zu einer zentralen Begegnungsstätte um. Der Umbau erfolgt nahezu ausschließlich durch Eigenleistung der Mitglieder der Narrozunft. Die Mitglieder der Zunft werden dafür geschätzte 20.000 freiwillige Arbeitsstunden leisten müssen.
2. Platz: Kinder- und Jugendcircus Compagnia Compostelli e.V., Schwäbisch Hall
Die Compagnia besteht seit 19 Jahren und wird von der Idee getragen, Menschen jeden Alters in einer aktiven und kreativen Circusgemeinschaft zusammenzubringen. Die Comagnia trainiert wöchentlich mit 160 Kindern und jungen Erwachsenen von 9 bis 21 Jahren. 30 überwiegend jugendliche Trainer organisieren unter Obhut einiger Erwachsener das Üben und begleiten die Veranstaltungen. Sowohl auf regionaler als auch europäischer Ebene hat sich der Kinder- und Jugendcircus Compagnis Compostelli einen Namen gemacht. Die Idee pflanzt sich von Generation zu Generation fort und mittlerweile schauen viele Generationen auf eine prägende Circuszeit zurück.
3. Platz: DLRG Königshofen e.V., Lauda-Königshofen
1968 bekam die Ortsgruppe Königshofen den historischen "Goten" als Vereinsheim zur Verfügung gestellt. Der Goten ist ein 400 Jahre altes Zunftgebäude und musste zuerst gründlich renoviert werden. In Eigenleistung haben die "DLRGler" ihren Goten renoviert. Seither ist der Goten Ausbildungszentrum und Mittelpunkt des Vereinslebens. Im Goten werden die theoretischen Teile der Ausbildungen im Anfänger- und Rettungsschwimmen über Sanitätsausbildung und Katastrophenschutz bis zum Schwimmen mit geistig Behinderten angeboten. Darüber hinaus ist die DLRG Ortsgruppe ein aktiver Mitgestalter des kulturellen Lebens der Stadt. 1969 wurde von ihr erstmals der Martinsumzug mit über 100 Kindern durchgeführt, dieser gehört seither zum jährlichen Programm.
- Soziales Leben
1. Platz: Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder Ulm e. V., Blaustein
Nächstes Jahr besteht der Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder Ulm e.V. bereits seit 25 Jahren. Neben einigen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern setzen sich fünf Ehrenamtliche für krebskranke Kinder, die an der Uniklinik Ulm behandelt werden, und für deren Familien ein. Um eine bestmögliche Betreuung der kleinen Patientinnen und Patienten durch ihre Eltern und Geschwister zu ermöglichen, stellt der Förderkreis für die Familien insgesamt 30 Appartements zur Verfügung. So können die Eltern während der Behandlung ihrer kranken Kinder immer in der Nähe bleiben und den Kindern zur Seite stehen. Für die Geschwister der kleinen Patientinnen und Patienten wurde eine Kinderbetreuung eingerichtet. Die Erzieherinnen werden vom Verein bezahlt.
2. Platz: KINDgenau e.V., Gaggenau
Der Verein KINDgenau e.V. engagiert sich seit 2005 mit fünfzehn Ehrenamtlichen für Kinder und Eltern in verschiedenen Projekten. Er betreibt ein Spielmobil, das ein offenes, kostenfreies Spielangebot für Kinder von drei bis 13 Jahren unterbreitet. Das Spielmobil macht in der Innenstadt Gaggenaus und auf den Spielplätzen der Stadtteile Station. KINDgenau bietet auch Hausaufgabenbetreuung für Grundschüler, vorwiegend mit Migrationshintergrund, an. Der Verein organisiert Betriebserkundungen für Kinder und bildet Pausenmentoren an der Realschule Gaggenau aus. Im Jahr 2007 nutzten rund 4.000 Kinder die Angebote von KINDgenau. In einem "Elternschule" genannten Projekt erhalten Mütter und Väter Unterstützung bei Erziehungsschwierigkeiten.
3. Platz: Büchereiteam Amtzell, Amtzell
Bereits seit 14 Jahren ist das Team der Bücherei im Schulzentrum Amtzell aktiv. 25 Mütter engagieren sich ehrenamtlich und öffnen jeden Tag in der großen Pause die Bücherei für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule und der Hauptschule mit Werkrealschule. Auch am Mittwoch- und Donnerstagnachmittag stehen Ehrenamtliche in der Bücherei zur Verfügung. Die Frauen vermitteln aber nicht nur Freude am Lesen, sondern sind auch Ansprechpartnerinnen für rund 300 Brettspiele, die ausgeliehen werden können. Auch ganze Spielekisten beispielsweise für Geburtstage oder andere
Kinderfeste können von der Bücherei ausgeliehen werden. Ohne das bürgerschaftliche Engagement der Mütter könnte der Betrieb der Bücherei nicht aufrechterhalten werden.
Keine Kommentare vorhanden