Mannheimer Landesmuseum für Technik und Arbeit erhält Sonderausstellungsfläche

Das Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim erhält eine Sonderausstellungsfläche. Um den Umbau mit dem Gesamtvolumen von 3,9 Mio. Euro noch in diesem Jahr zu realisieren, werden 800.000 Euro, die für Aktualisierungen in der Dauerausstellung vorgesehen waren, umgeschichtet. Der Ministerrat hat diesem Vorhaben in seiner gestrigen Sitzung zugestimmt.

04.03.2009 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Das Landesmuseum für Technik und Arbeit wird mit dieser Sonderausstellungsfläche seine Attraktivität weiter erhöhen", sagte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am 4. März in Stuttgart.

Der Minister würdigte den Einsatz des Museumsvereins, der sich mit über 1,6 Mio. Euro an den Umbaukosten beteiligen wird. "Ohne das private Engagement des Museumsvereins wäre das Vorhaben in dieser Form nicht möglich", so Frankenberg. Auch die Neuerungen in der Dauerausstellung sollen mit Hilfe privater Mittel des Museumsvereins und weiteren Sponsoren realisiert werden.

Bereits im Jahr 2005 wurden 1,1 Mio. Euro für die Sonderausstellungsfläche eingeplant. 400.000 Euro wird das Landesmuseum aus seinem Haushalt erwirtschaften. Zusammen mit der Umschichtung der 800.000 Euro und dem Beitrag des Museumsvereins von über 1,6 Mio. Euro kann der Gesamtbedarf von 3,9 Mio. Euro gedeckt werden.

Der Sonderausstellungsbereich mit einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern soll auf der Hauptebene entstehen. Momentan befinden sich dort Werkstätten, Depots und Büroräume. Die erste Sonderausstellung im Jahr 2010 soll die Themen Nanobiotechnologie und Nanotechnologie beleuchten. Sie soll das Interesse und das Verständnis für diese bedeutsamen Zukunftstechnologien wecken. Chancen und Risiken werden in verständlicher Form einem breiten Publikum anschaulich gemacht. Die Schau wird vom Land mit einer Million Euro aus Privatisierungserlösen gefördert.

Das Landesmuseum für Technik und Arbeit wurde 1990 eröffnet. Es ist eine landesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts und hat die Aufgabe, die Technikgeschichte des deutschen Südwestens und ihre sozialen Auswirkungen zu erforschen und darzustellen. Nach dem Betriebsvertrag zwischen dem Land und der Stadt Mannheim beteiligt sich die Stadt zu einem Drittel an den laufenden Betriebskosten. Das Land unterstützt das Museum mit jährlich rund 6 Mio. Euro.


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