Minister Tesch: Breites Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus belegt hohen Stellenwert der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit

"Je intensiver wir uns mit dem Nationalsozialismus und seinen Folgen in allen Bereichen der Gesellschaft auseinander setzen, desto besser sind wir davor gefeit, dass sich die Fehler der Vergangenheit wiederholen. Die zahlreichen Initiativen anlässlich des Gedenktags der Opfer des Nationalsozialismus machen deutlich, dass wir hier nicht nachlassen dürfen," so Kultusminister Henry Tesch.

25.01.2008 Hessen, Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

Er zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl und Vielfalt der Veranstaltungen, die aus Anlass des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus in den Schulen, Hochschulen und Theatern des Landes gemeinsam mit anderen Partnern entwickelt und organisiert wurden.

So wird die Rostocker Hochschule für Musik und Theater am 27. Januar 2008 offiziell ein Zentrum für verfemte Musik eröffnen. Im Landestheater Neustrelitz ist eine Ausstellung über den Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust zu sehen. Außerdem hat die Theaterpädagogin Frau Herre mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Schulen zu dieser Problematik in form eines Projektes gearbeitet. Die Universität und die Stadt Greifswald laden zu einer Veranstaltung ein, in der der österreichische Forscher Frank Stein "Über den visualisierten Rassismus im deutschen Film 1933 bis 1945" informiert. Schülerinnen und Schüler aus Barth, Gelbensande, Graal-Müritz, Niepars, Prora und Ribnitz Damgarten haben in Barth einen Projekttag zum diesem Thema vorbereitet. Auch in Ludwigslust zeigen Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse des Projektes "Schulen und Gedenkstätten", das im Rahmen des Programms "Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" entstanden ist. Die Schüler des Neustrelitzer Gymnasiums gestalten zum wiederholten Male in Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ein Programm zum Gedenken an die Opfer des ehemaligen Konzentrationslagers.

Durch die bereits im Sommer letzten Jahres begonnene Lehrerfortbildung mit der International School for Holocaust studies in Yad Vashem/Israel, die in diesem Jahr fortgesetzt wird, möchte Bildungsminister Tesch die Lehrerschaft für dieses wichtige Thema gewinnen und allen Interessierten die Möglichkeit geben, unterschiedliche Herangehensweisen zur Auseinandersetzung mit dem Holocaust kennenzulernen.

Minister Tesch: "Die zahlreichen Aktionen machen die gewachsene Aufmerksamkeit in unserem Land deutlich."


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