Musik stellt emotionale Bindung zum Computerspieler her
(bikl.de) Auch in diesem Jahr wird das Gewandhaus in Leipzig seine Tore für Freunde der Musik und die des Computerspiels öffnen. Das fünfte und bisher größte Spielemusikkonzert wartet am 22. August mit ganz besonderen Highlights auf: die Auftritte der japanischen Star-Opernsängerin Izumi Masuda, der Sängerin Conny Kollet aus Deutschland und des Weltklasse-Perkussion-Künstlers Rony Barrak aus dem Libanon. Wir sprachen mit dem Organisator des GC-Spielemusikkonzerts, Thomas Böcker.
02.08.2007 ArtikelWelche Bedeutung hat Spielemusik in der Gegenwart?
Thomas Böcker: "Erst durch die Einbindung von Spielemusik stellt der Spieler eine starke emotionale Bindung mit dem jeweiligen Spiel her. Sie funktioniert im Kontext der Spiele - aber auch losgelöst im Konzertsaal und wird überall in der Welt gleichermaßen verstanden. Spielemusik wird heute von Weltklasseorchestern rund um den Globus aufgeführt, ob nun im Leipziger Gewandhaus, der Oper in Sydney oder dem Konzerthaus in Stockholm."
Der "klassische" Gewandhaus-Konzertbesucher kann mit dem Begriff "Spielemusikkonzert" vermutlich wenig anfangen. Wie würden Sie ihn zu einem Konzertbesuch bewegen?
Thomas Böcker:"Ich würde die Hintergründe erläutern und sagen, dass sich orchestrale Spielemusik an heutiger Filmmusik und natürlich auch an der Klassik orientiert. Wir haben es mit zugänglicher Musik zu tun, die von professionellen Komponisten und Orchestratoren erstellt wurde, für ein vollständiges Orchester und Chor, für Orgel, für berühmte Opernsänger. Der ´klassische´ Gewandhaus-Konzertbesucher sollte dem Ganzen eine Chance geben und live miterleben, wie eine extrem große Zahl von Jugendlichen einem Orchester und Chor lauscht - begeistert ist, sich mitreißen lässt - und ab und an sogar eine Träne der Rührung vergießt."
Wie weit sind die Vorbereitungen für das Konzert fortgeschritten?
Thomas Böcker: "Der Großteil ist abgeschlossen. Sämtliche Partituren sind erstellt worden und werden nun von unserem Dirigenten Andy Brick einstudiert. Gleiches gilt für unsere neun Solisten: Sie sind dabei, sich mit dem Material vertraut zu machen. Letzter Schritt wird sein, die Noten für das Orchester zu drucken. Das wird wenige Tage vor den Proben in Prag geschehen."
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