Nationale Akademie nimmt Gestalt an

In der ersten Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz der Länder und des Bundes (GWK) in Berlin wurde heute das Konzept der Leopoldina als Nationalakademie beraten. Es fand einstimmige Befürwortung.

18.02.2008 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz äußerte sich erfreut über das klare Votum des Gremiums: "Ich freue mich, dass das vorgelegte Konzept die uneingeschränkte Akzeptanz des Bundes und der Länder gefunden hat." In dem Konzept der Entwicklung der Leopoldina zu einer Nationalen Akademie sind als wesentliche Aufgaben formuliert worden:

· Außenvertretung für die deutsche Wissenschaft, insbesondere der Akademielandschaft, Aufbau, Pflege und Koordination eines internationalen Kooperationsnetzwerkes der Nationalakademien (insbesondere Europas, Amerikas und Asiens) in Verbindung mit den jeweiligen deutschen Landesakademien als Partner;

· Koordinationsplattform für die wissenschaftsgestützte Politikberatung (Konsultationsbasis der Akademien bzw. Forschungseinrichtungen, die den jeweiligen thematischen Schwerpunkt am besten vertreten);

· Vermittlung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit;

· Aufbau eines Netzwerkes zur Acatech, zur Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften sowie zu den nationalen Forschungsgesellschaften und -organisationen (WR, MPG, Leibniz-Gemeinschaft, Fraunhofer, Helmholtz usw.);

· Initiativprojekte im Kontext fächerübergreifender Zukunftsfragen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft (Strategieforschung und -beratung).

Zu den Aufgaben der Akademie gehören lt. Olbertz auch die Pflege und Koordination eines internationalen Kooperationsnetzwerkes der Nationalakademien (insbesondere Europas, Amerikas und Asiens) in Verbindung mit den jeweiligen deutschen Landesakademien als Partner sowie die Vermittlung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. "Besonders wichtig finde ich Initiativprojekte im Kontext fächerübergreifender Zukunftsfragen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft", sagte Olbertz.

Das von der Leopoldina zur Organisation der Politikberatung zu bildende und unter ihrer Federführung stehende Koordinierungsgremium wird aus je drei Vertretern der Leopoldina, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) sowie der Länderakademien bestehen. Ein Vertreter der Länderakademien wird von der BBAW benannt. Das Koordinierungsgremium soll sich über die zu bearbeitenden Themen verständigen, Arbeitsgruppen einsetzen und die Empfehlungen nach externer Evaluierung verabschieden.

Kultusminister Olbertz verwies auf die besondere Bedeutung der Arbeit der künftigen Nationalakademie: "Für die Wissenschaft wird sie eine international wahrnehmbare Ansprechpartnerin sein", so der Minister. Gemeinsam mit den Partnerakademien werde man nun die nächsten Schritte vorbereiten und das heute verabschiedete Konzept mit Leben erfüllen.


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