Öffentliches Fachgespräch

Ohne Kultur: Bundestagsausschuss Digitale Agenda debattiert über das Urheberrecht

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, ist verwundert, dass im heutigen Öffentlichen Fachgespräch des Bundestagsausschusses Digitale Agenda zum "Stand der Urheberrechtsreform auf deutscher und europäischer Ebene und weiteres Vorgehen beim Leistungsschutzrecht für Presseverlage" kein Vertreter aus dem Kulturbereich angehört wird.

03.12.2014 Pressemeldung Deutscher Kulturrat e.V.

Weder der Deutsche Kulturrat als Spitzenverband der Bundeskulturverbände noch ein Verband der Urheber noch ein Zusammenschluss der Kultur- und Kreativwirtschaft kann seine Position zu diesem zentralen Thema für den Kulturbereich vortragen.

Im Fachgespräch sollen zentrale kulturpolitische Fragen wie der Handlungsbedarf im deutschem und im europäischen Urheberrecht, die Neuregelung von Schranken, die Zukunft der kollektiven Rechtewahrnehmung durch Verwertungsgesellschaften, neue Geschäftsmodelle in der digitalen Welt und anderes mehr erörtert werden.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Man muss sich fragen, ob es Unwissenheit oder Ignoranz ist, dass bei einem öffentlichen Fachgespräch im Ausschuss Digitale Agenda des Deutschen Bundestags zum Thema Urheberrecht, einem zentralen Thema für die gesamte Kulturwirtschaft vom Urheber bis zum Verwerter, kein Vertreter aus dieser Branche angehört wird. Im heutigen Fachgespräch des Ausschusses Digitale Agenda geht es um keine Petitessen, sondern das zentrale Wirtschaftsrecht für den Kulturbereich, das Urheberrecht. Sich ohne Einbeziehung der Beteiligten hier ein Bild machen zu wollen, ist schon sehr kühn."

Positionspapier des Deutschen Kulturrates zur aktellen Urheberrechtsdiskussion:


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden