Peter Härtling als Präsident der Hölderlin-Gesellschaft verabschiedet

"Peter Härtling hat als ausgewiesener Kenner die Hölderlin-Gesellschaft erfolgreich geleitet und die Hölderlinforschung mit außerordentlichem Engagement vorangetrieben." Mit diesen Worten würdigte Dr. Dietrich Birk, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Professor Dr. h .c. Peter Härtling. Der Schriftsteller und Poet ist im Juni 2006 nach achtjähriger Amtszeit aus dem Amt des Präsidenten der Hölderlin-Gesellschaft ausgeschieden. Die offizielle Verabschiedung fand am 18. März im Rahmen einer Ausstellungseröffnung im Tübinger Hölderlinturm statt.

18.03.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Härtling hat nach Birks Worten durch seine Werke über Hölderlin, wie z.B. "Hölderlin und Nürtingen", einen maßgeblichen Beitrag zur Hölderlin-Forschung geleistet. "Als Schriftsteller und Literaturkenner war er für die Hölderlin-Gesellschaft ein wertvoller Gewinn", sagte der Staatssekretär.

Birk betonte das besondere Engagement der Hölderlin-Gesellschaft bei der Wahrung des Andenkens und der Pflege des literarischen Erbes Hölderlins. "Die Hölderlin-Gesellschaft nimmt mit ihren anspruchsvollen Ausstellungen, Tagungen und Vorträgen sowie dem Hölderlin-Jahrbuch eine herausragende Rolle in der Literaturlandschaft Baden-Württemberg ein." Zugleich wies er auf die finanzielle Projektförderung dieser Aktivitäten durch das Wissenschafts- und Kunstministerium hin. Allein seit 1981 habe das Ministerium die Arbeit der Gesellschaft mit Projektmitteln in Höhe von 330.000,- Euro unterstützt.

Dem neuen Präsidenten der Hölderlin-Gesellschaft, Prof. Dr. Gaier, wünschte der Staatssekretär eine glückliche Hand bei der Fortführung der Geschäfte, engagierte Mitglieder und eine erfolgreiche Vermittlung von Hölderlin-Werken.

Die Hölderlin-Gesellschaft wurde 1943 in Tübingen gegründet. Sie konstituierte sich 1946/47 mit dem Ziel, das Verständnis für das Werk Friedrich Hölderlins zu vertiefen und die Erforschung und Darstellung seines Werkes, seines Lebens und seiner Zeit zu fördern. Ihr gehören Freunde und Wissenschaftler im In- und Ausland an.

Die Hölderlin-Museen des Landes Baden-Württemberg, wie zum Beispiel in Lauffen, Nürtingen und Denkendorf, sind einzigartig in Deutschland. Basis für das dichte Netz an literarischen Museen ist die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten (ALiM) in Marbach, das Engagement der Kommunen und die ehrenamtliche Arbeit zahlreicher Bürger.


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