Positive Zwischenbilanz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern
Eine positive Zwischenbilanz der ersten Warnstreikwelle in der letzten Woche zieht der Landesverband Bayern der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Sie hatte in der letzten Woche Beschäftigte in ausgesuchten Städten und mit bestimmten Schwerpunkten zu zeitlich befristeten Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
26.02.2008 Bayern Pressemeldung GEW BayernDies galt am Dienstag, den 19.02 für die KollegInnen der Bundeswehrfachschule in Würzburg sowie für Beschäftigte mehrerer kommunaler Schulen in der Landeshauptstadt München. Am Mittwoch bekräftigten die Beschäftigten der Blindeninstitutsstiftung in Rückersdorf bei Nürnberg die Forderungen der Warnstreiks durch eine Mahnwache am Vormittag.. Daneben beteiligten sich rund 250 GEW - Mitglieder an einer Kundgebung in Nürnberg. Den vorläufigen Höhepunkt der Streikwoche bildeten die Warnstreiks in der Landeshauptstadt München, zu denen neben den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes auch die GEW ihre Mitglieder aufgerufen hatte. Neben den Verdi - Kollegen und Kolleginnen beteiligten sich auch rund 300 GEW - Mitglieder an den ganztägigen Warnstreiks an rund der Hälfte der Kinderkrippen, Kindergärten, Kinderhorte und Tagesheime sowie an der Kundgebung in den Riem - Arkaden. Auch die Beschäftigen des Vereins " Helfende Hände e. V.", einer Behinderteneinrichtung, folgten am Nachmittag dem Streikaufruf von GEW und Verdi. Insgesamt beteiligten sich an den drei Aktionstagen mehr als 700 GEW - Mitglieder in Bayern an den Kundgebungen und Warnstreiks an ausgewählten Schwerpunkten.
In der dritten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Bund und Kommunen waren die Arbeitgeber nicht bereit, ihr unzureichendes Angebot zu verbessern. "Die Beschäftigten sollen bei dem so genannten Arbeitgeberangebot noch draufzahlen", so der stellvertretende Landesvorsitzende Günther Mitteregger. "Die geforderte Erhöhung der Arbeitszeit frisst die angebotene Lohnerhöhung auf."
Die Stimmung bei den Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen ist gereizt, das Arbeitgeberangebot wird vor Ort bei den Beschäftigten bisher als ein absolutes Täuschungsmanöver beurteilt. Sollte in der nächsten Verhandlungsrunde am 25.02. und 26.02. die Arbeitgeberseite weiterhin auf ihren unzureichenden Angeboten beharren, wird die GEW Bayern Vorbereitungen für weitere, dann auch deutlich umfangreichere Warnstreiks, Aktionen und Kundgebungen, treffen und wie bisher auch die Kolleginnen und Kollegen der anderen DGB - Gewerkschaften im Öffentlichen Dienst bei der gemeinsamen Durchsetzung unserer Forderungen unterstützen. Aufgrund der vielen Rückmeldungen und Nachfragen von Mitarbeiterinnen in Einrichtungen, die noch nicht zum Warnstreik aufgerufen waren sowie der deutlichen Steigerung der Mitgliedszahlen auch in Bayern, sieht die GEW die Richtigkeit der Tarifforderungen eindeutig bestätigt und ruft die Arbeitgeberseite dazu auf, die bisherige Blockadehaltung aufzugeben und mit konstruktiven Vorschlägen die weiteren Verhandlungen zu beschleunigen.
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