Preises des Saarlandes gegen Menschenrechtsverletzungen an Frauen

Das Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur des Saarlandes vergibt in Kooperation mit der Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar mbH im Dezember 2007 erstmalig den aequitas-Preis für besonderes Engagement gegen Menschenrechtsverletzungen an Frauen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, von Frau Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer verliehen.

27.09.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Die Geltung der Menschenrechte ist universell – dennoch sind Frauen in aller Welt unverhältnismäßig oft Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Mehr als jede dritte Frau auf der Welt erfährt in ihrem Leben geschlechtsspezifische Gewalt. Gewalt gegen Frauen ist die wahrscheinlich alltäglichste Verletzung des Menschenrechtes auf physische und psychische Integrität. Sie findet in allen Ländern, Kulturen und Schichten der Gesellschaft statt, häufig mit dem Verweis auf Kultur, Tradition und Religion.

Menschenrechtsverletzungen an Frauen sind ein Thema für die ganze Gesellschaft. Es steht außer Frage, dass jeder Staat verpflichtet ist alle ihm zumutbaren Maßnahmen zu treffen um Frauen vor Menschenrechtsverletzungen zu schützen – auch vor solchen in der Ehe und innerhalb von Familien. Darüber hinaus ist aber auch jede und jeder Einzelne gefragt, wenn Rechte von Frauen in welcher Form auch immer in Frage gestellt werden.

Vor diesem Hintergrund sollen Einzelpersonen beziehungsweise Vertreterinnen oder Vertreter einer Initiative ausgezeichnet werden, die sich auf lokaler, regionaler, nationaler oder internationaler Ebene beispielgebend gegen Menschenrechtsverletzungen an Frauen engagieren oder engagiert haben. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury.

In die Jury, die auf ehrenamtlicher Basis arbeitet, wurden Schwester Dr. Lea Ackermann (Gründerin und Vorsitzende von SOLWODI e.V.), Frau Seyran Ates (Frauen-rechtlerin, Autorin), Frau Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer (Beauftragte für Migration, Integration und Flüchtlinge der Bundesregierung), Frau Bettina Böttinger (Journalistin, Moderatorin), Frau Friederike von Rechenberg (Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar mbH) sowie Herr Hans Ley (Präsident des Landtages des Saarlandes) berufen.

Die vorgesehene Auszeichnung von Einzelpersonen oder Initiativen, die sich in herausragender Weise gegen Menschenrechtsverletzungen an Frauen einsetzen, soll Öffentlichkeit für die Problematik schaffen und Vorbildfunktion für bürgerschaftliches Engagement in diesem Bereich haben.

Vorschläge für die Auszeichnung von Personen oder Initiativen die sich in besonderer Weise gegen solche Menschenrechtsverletzungen engagieren sind bis zum 31. Oktober 2007 in schriftlicher Form und mit einer kurzen Begründung an das:

Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur
Abteilung D
Hohenzollernstr. 60
66117 Saarbrücken

zu richten.

Ausschreibung aequitas 2007 (PDF 9,67 MB)


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