Professoren: "Schuldenbremse gefährdet die Zukunft unserer Kinder"

(redaktion) 64 Hochschulprofessoren haben in einem gemeinsamen Aufruf die Bundesregierung aufgefordert, die geplante Schuldenbremse zu stoppen. "Die Schuldenbremse gefährdet die gesamtwirtschaftliche Stabilität und die Zukunft unserer Kinder", zitiert die Süddeutsche Zeitung aus dem Appell, der ihr vorliegt.

27.05.2009 Artikel

Initiatoren sind laut Bericht der Zeitung der Wirtschaftsweise und Volkswirtschaftsprofessor Peter Bofinger und der Chef des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Gustav Horn.

"Wir wollen nicht dazu aufrufen, jetzt fröhlich Schulden zu machen", sagte Bofinger gegenüber der SZ. Mit einer einseitigen Fixierung auf Schuldenregeln drohten aber langfristig viel zu niedrige Bildungs- und Infrastrukturausgaben. "Damit setzen wir die Zukunft unseres Landes aufs Spiel."

Der Appell wurde am Dienstag an alle Bundestagsabgeordneten geschickt. Die geplante Schuldenbremse soll im Grundgesetz verankert werden und verbietet den Ländern vom Jahr 2020 an, neue Kredite aufzunehmen. Der Bund darf sich dann nur in sehr engen Grenzen weiter verschulden. Der Bundestag will die entsprechende Grundgesetzänderung am Freitag verabschieden.


Weiterführende Links

  • Süddeutsche Zeitung: Professoren gegen Schuldenbremse

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