Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten von großer Bedeutung für die Weiterentwicklung der Dateninfrastruktur

Seit seiner Gründung im Jahr 2004 hat der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) maßgeblich dazu beigetragen, dass sich der Zugang der Wissenschaft zu Daten der öffentlichen Statistik erheblich verbessert hat. Er bietet darüber hinaus eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Datenhaltern und Datennutzern und berät in kompetenter Weise die Bundesregierung und Wissenschaftsorganisationen hinsichtlich der strategischen Weiterentwicklung der Dateninfrastruktur in den Sozial-, Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaften. Die Arbeit des RatSWD wird deshalb auch in Zukunft von großer Bedeutung für die deutsche Forschungslandschaft sein. Zu diesem Ergebnis gelangt der Wissenschaftsrat in einer Stellungnahme zum Status und den Zukunftsperspektiven des RatSWD, die im Zusammenhang einer übergreifenden Untersuchung der Forschungsinfrastruktur in den Sozial- und Geisteswissenschaften erarbeitet wurde.

16.11.2009 Pressemeldung Wissenschaftsrat

"Daten über das Leben in unserer Gesellschaft sind der Ausgangspunkt aller empirischen sozialwissenschaftlichen Forschung. Wissenschaftlichen Zugang zu vorhandenen Daten zu ermöglichen und ihre Erhebung von Seiten der Wissenschaft aktiv mit zu gestalten, stellt daher für ein besseres Verständnis der Entwicklung der verschiedenen Bereiche und Akteure in unserer Gesellschaft eine unverzichtbare Basis dar," erläuterte der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider: "Da die Aufgaben des RatSWD langfristig geleistet werden müssen, sollte die momentan befristete Förderung mittelfristig in eine dauerhafte institutionelle Förderung überführt werden." Um ausreichend Zeit für eine solche Institutionalisierung zu haben, sollte dem RatSWD nach Ablauf seiner jetzigen Förderung zunächst eine weitere befristete Förderung von sechs Jahren gewährt werden. Für die Zukunft empfiehlt der Wissenschaftsrat dem RatSWD, sich auf die Kernaufgaben der strategischen Weiterentwicklung der Dateninfrastruktur und die aktive Einbeziehung weiterer sozial- und verhaltenswissenschaftlicher Disziplinen in seine Arbeit zu konzentrieren.

Hinweis: Die "Stellungnahme zum Status und der zukünftigen Entwicklung des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), Berlin" (Drs. 9504-09) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail ( ) angefordert werden.

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