Saarland, Sachsen, Thüringen: Kulturpolitik darf kein Beiwerk sein

In den letzten Jahren wurden in vier (Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bremen) der sechzehn Bundesländer die Kulturministerien abgeschafft. Der jeweilige Regierungschef ist nun zugleich Kulturminister unterstützt von einem Staatssekretär für Kultur in der Staatskanzlei. Zumindest in Berlin will man diesen Fehler nach der nächsten Landtagswahl korrigieren.

31.08.2009 Pressemeldung Deutscher Kulturrat e.V.

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, fordert bei den nun anstehenden Regierungsbildungen im Saarland, in Sachsen und in Thüringen diese Praxis nicht fortzuführen, sondern vielmehr an Kulturministerien festzuhalten.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Kulturpolitik kann nicht nebenbei vom Regierungschef gestaltet werden, sondern bedarf gerade angesichts der Herausforderungen aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise eines eigenen, starken Ministeriums mit einem Minister oder einer Ministerin mit Kabinettsrang an der Spitze. Kulturpolitik ist kein Beiwerk für gute Zeiten, sondern ein Politikfeld in dem wichtige Impulse für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes gesetzt werden können."


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden