Stratmann: "SPD hinkt Arbeit der Landesregierung hinterher"

"Mit ihrer jetzt erhobenen Forderung, den Denkmalschutz zu verbessern, hinkt die SPD wieder einmal der Realität hinterher", erklärt Wissenschafts- und Kulturminister Lutz Stratmann zur Presseinformation der SPD-Fraktion. "Die Landesregierung arbeitet – wie längst bekannt - seit vergangenem Jahr unter Beteiligung qualifizierter Berater an einem Konzept, die Denkmalpflege in Niedersachsen deutlich zu stärken und ihre Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln."

02.10.2008 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Die Aufwertung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege (NLD) ist ein wichtiger Baustein des Konzeptes. Der erste Schritt zur Umsetzung ist mit der erfolgreichen Wiederbesetzung der Stelle des Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege erfolgt. Der designierte Präsident, Professor Dr. Alfried Wieczorek, ist ein großer Gewinn für Niedersachsen. Sein Renommee in der Fachwelt ist groß. Die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim, die er bislang leitet, sind ein international agierendes und weltweit geschätztes Zentrum der archäologischen Forschung. In den Bereichen Archäologie, Weltkulturen, Fotografie und Kunstgeschichte gehören die Museen zu den bedeutendsten Ausstellungshäusern in Deutschland.

Professor Wieczorek hat den Auftrag, eine funktionierende Vernetzung und Verzahnung in der Denkmalpflege aufzubauen. Dieses beinhaltet auch ein besseres Zusammenwirken der Denkmaleigentümer, der Interessensverbände, der ehrenamtlichen sowie der kirchlichen und öffentlichen Denkmalpflege. In diesen Kontext gehört auch die Einrichtung eines Landesdenkmalrates. "Derzeit kümmern wir uns um die erforderlichen Vorbereitungen und Abstimmungen mit den Partnern wie dem NHB, den Kirchen und den kommunalen Spitzenverbänden. Nach Amtsantritt des neuen Präsidenten werden wir den Denkmalrat dann gemeinsam berufen", sagte Stratmann.

Weitere Bausteine zur Stärkung des Landesamtes für Denkmalpflege sind die Wiederbesetzung freier Stellen und eine verbesserte materielle Ausstattung. In Abstimmung mit dem designierten Präsidenten läuft derzeit das Besetzungsverfahren für drei Stellen (Personalsachbearbeitung, Jurist, Gebietsreferent). Für den Haushalt 2009 und in der Mittelfristigen Finanzplanung hat die Landesregierung zusätzlich 500.000 € pro Jahr zur Unterstützung der Neuordnung von Archäologie und Denkmalpflege vorgesehen.


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