Tillich: Weltgrößte Mineralienschau in Freiberg neues Schmuckstück Sachsens
Die am Montag in Freiberg eröffnete weltgrößte Mineraliensammlung ist nach Ansicht von Ministerpräsident Stanislaw Tillich ein wichtiges neues Markenzeichen Sachsens. "Das Museum spielt ganz oben in der Liga der mineralogischen Sammlungen in der Welt mit", sagte der Ministerpräsident am Montag bei der feierlichen Eröffnung der Schau "Terra Mineralia". "Es ist ein neues und wunderschönes Schmuckstück Sachsens", fügte der Ministerpräsident hinzu. Gleichzeitig würdigte Tillich die Sanierung des Schlosses Freudenstein, in dem die Sammlung ausgestellt ist. Der Verfall des Schlosses habe viele Bürger geschmerzt. "Doch nun ist aus dem Schloss wieder eine Perle geworden", betonte der Ministerpräsident.
20.10.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für KultusDie Ausstellung ist im Schloss Freudenstein zu sehen. Die sächsische Staatsregierung hatte am 16. Dezember 2003 einem neuen Schlosskonzept zugestimmt: Neben der Ausstellung ist auch das Spezialarchiv für den Montanbereich des Sächsischen Staatsarchivs in dem Gebäude untergebracht. Von nun an werden dort 4800 Akten zur Montangeschichte Sachsens und Deutschlands sowie 104.000 Karten aufbewahrt, Den Grundstein für die Modernisierung des Baus hatte der frühere Ministerpräsident Georg Milbradt am 1. Juli 2004 gelegt.
Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf 35,2 Millionen Euro. Davon stammen 18,1 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln. Der Freistaat hat sich mit 5,5 Millionen Euro an der Restaurierung beteiligt. Bund und Kommunen steuerten 11,6 Millionen Euro bei.
Ministerpräsident Tillich sprach außerdem von einer Wiederbelebung des Bergbaus in der Region. "Die steigenden Weltmarktpreise für Rohstoffe machen die sächsischen Vorkommen wieder interessant", sagte der Ministerpräsident. Das Oberbergamt habe inzwischen elf Genehmigungen für die Erkundung von Lagerstätte erteilt. Für die Industrie wichtige Mineralien wie Fluss- und Schwerspat seien wieder im Kommen. "In Sachsen haben wir die Bergbaufachleute, das ist unser Trumpf. Das neue Berggeschrei wird lauter ", betonte Tillich.
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