Saarland

Unbequemer Denker wird in den Ruhestand geschickt

Die SPD-Landtagsfraktion kritisiert massiv die Tatsache, dass die Landesregierung den Beamten Bernhard Strube in Pension schicken will.

11.05.2010 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Das Innenministerium hatte einen entsprechenden Antrag Strubes abgelehnt, seine Dienstzeit über das 60. Lebensjahr hinaus zu verlängern.

"Hier wird einem leistungsfähigen und motivierten Beamten der Wunsch auf Arbeit verweigert. Die Vermutung liegt daher nahe, dass weniger ´personalstrukturelle Planungen´ (wie Innenstaatssekretär Jungmann erklärte) eine Rolle spielen, sondern vielmehr der Umstand, dass die Jamaika-Koalition sich eines unbequemen Denkers entledigen will", so der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Pauluhn.

Strube ist bekannt als Sprecher der Landeselterninitiative für Bildung und hat sich in den vergangenen Jahren privat in die saarländische Bildungspolitik eingemischt – insbesondere mit vielen Protestaktionen gegen die massive n Grundschulschließungen der Landesregierung.

Eine Nicht-Verlängerung der Dienstzeit Strubes würde nach der Argumentation des Innenstaatssekretärs Jungmann nur Sinn machen, wenn die Stelle nicht mehr neu besetzt würde. "Die Wahrscheinlichkeit dagegen ist groß, dass Strubes Stelle nicht gestrichen, sondern vielmehr zur Parteifreunde-Versorgung verwendet wird", erklärt der SPD-Politiker.

www.spd-saar.de


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